Definition der medizinisch-psychologischen Untersuchung: MPU, Idiotentest
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Fahreignung Was ist eine MPU? - Ist die MPU ein Idiotentest? - Definition der medizinisch-psychologischen Untersuchung

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung beurteilt die Fahreignung des Antragstellers. Sie ist kein Intelligenztest oder Idiotentest.

Inhaltsverzeichnis

1 Statistik Führerscheinentzüge
1.1 Zahlen vom KBA
1.2 Untersuchungsanlässe
2 Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF)
2.1 Werkvertrag, Beispiel
2.2 Gebührenordnung
2.3 Ablauf der MPU
2.4 Fahreignung, unbestimmter Rechtsbegriff
2.5 Begutachtungsleitlinien
2.6 Beurteilungskriterien
2.7 Fahreignungsgutachter
3 Träger von Begutachtungsstellen
3.1 Beleihung
3.2 Betriebswirtschaftliche Optimierung
3.3 Idiotentest Führerscheinprüfung

Statistik der Führerscheinentzüge


Pro Jahr werden in Deutschland etwa 90 000 Führerscheine eingezogen. Bei der Mehrzahl der Betroffenen wird eine medizinisch-psychologische Untersuchung an einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) angeordnet. Die Zahlen sind im Detail interessant.

Die Zahlen vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)
Im Verkehrszentralregister (VZR) des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) werden jedes Jahr Daten über Verkehrsverstöße registriert. Das VZR erhält Mitteilungen
Überblick über die Verkehrsauffälligkeiten. Klicken Sie auf Bestand und dann auf die roten Links unter der Überschrift Basistabellen!

Siehe auch Jahresbericht des Kraftfahrt Bundesamtes. Den Jahresbericht findet man auf der Website des KBA (kba.de) und dem "Reiter" Presse. Man kann den Jahresbericht kostenlos downloaden.

Untersuchungsanlässe
Die medizinisch psychologische Untersuchung wird immer dann angeordnet, wenn es grundsätzliche Zweifel an der Fahreignung einer Person gibt, wobei diese Zweifel durch verschiedene Anlässe oder Auffälligkeiten entstehen.  Siehe auch die Liste der Verkehrsstraftaten (sind in Deutschland Straftaten mit Bezug zum Verkehr auf öffentlichem Verkehrsgrund)

Den Schwerpunkt aller Untersuchungen bilden die "Promillesünder".

Die Teilnahme an der MPU ist prinzipiell freiwillig. Jeder kann im Grunde entscheiden, ob er die Chance einer medizinisch psychologischen Untersuchung wahrnehmen will oder eben auf seinen Führerschein verzichten möchte. Ohne das positive Gutachten einer Begutachtungsstelle für Fahreignung wird er aber seine Fahrerlaubnis nicht zurückerhalten. Durch die oben angegebenen Anlässe ist der Vertrauensvorschuss verwirkt und die Behörde fordert eine Überprüfung.

Der Umstand, dass man die Intelligenz des Kraftfahrers bezweifelt, und deswegen die medizinisch psychologische Untersuchung anordnet, ist äußerst selten. Ein rationaler Grund für den Begriff Idiotentest rührt von hier her. Es ist ein interessantes wissenschaftliches Faktum, dass die Begutachtung der Fahreignung so oft mit einem Idiotentest gleichgesetzt wird.

Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF)


Wenn man bei der Führerscheinstelle einen Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis stellt, so sendet die Führerscheinstelle die Aufforderung zur medizinisch psychologischen Untersuchung und eine kurze Liste von Begutachtungsstellen. Häufig glaubt der Betroffen, er dürfte nur zu einer dieser Begutachtungsstellen gehen. Auf dem Blatt steht aber nicht, dass man nur (!) zu einer diesen Begutachtungsstellen gehen darf.

Der Betroffene geht von einem Verbot aus, dass gar nicht existiert. In der Problemlösepsychologie nennt man dieses Phänomen "Verbotsirrtum". Im Recht bedeutet "Verbotsirrtum" aber etwas völlig anderes.

Man muss keine der Begutachtungsstellen, die die Fahrerlaubnisbehörde vorschlägt, wählen. Man kann die Liste der BASt (Bundesanstalt für Straßenwesen) heranziehen und eine der 272 Begutachtungsstellen, die es in Deutschland gibt, auswählen (Liste von Begutachtungsstellen geordnet nach Postleitzahlen).

Der MPU-Kandidat schließt einen Werkvertrag mit der BfF
Das Gutachten ist das Werk eines Fahreignungsgutachters. Der MPU-Kandidat kann frei eine BfF, s.o., wählen und schließt mir ihr einen Werkvertrag. Er kann über das Werk frei verfügen. Das Fahreignungsgutachten gehört dem Betroffenen. Er kann damit machen was er will.

Mit anderen Worten: Adressat des Gutachtens ist der Kunde (Auftraggeber). Er trägt die Kosten des Gutachtens und entscheidet über die Weitergabe. Die BfF ist an die Schweigepflicht gebunden. Manchmal fürchten Kandidaten mit negativem Ergebnis, dass die Begutachtungsstelle die Information an die Behörde zum Beispiel telefonisch weitergeben würden. Für eine telephonische Auskünfte an die Führerscheinstelle müsste der Auftraggeber die BfF aber erst einmal von der Schweigepflicht entbunden haben. Es ist derzeit Standard bei Begutachtungsstellen, dass das Gutachten (Original und Kopie) zum Kandidaten gesandt wird.

Die Honorierung der Begutachtung für Fahreignung ist in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr geregelt (z.B. Anlage Gebührennummer 451- Linke Spalte beachten und bis 451 scrollen)).

Ablauf der Untersuchung

Eine MPU besteht aus vier Teilen. (Die Reihenfolge ist in der Praxis nicht zwingend einzuhalten, Hauptsache alle vier "Bausteine" finden statt): Fragebogen
Am Anfang erhalten die Teilnehmer erhalten mehrere Fragebögen. Medizinische Fragebögen beziehen sich auf Vorerkrankungen, Behinderungen oder Medikamente, die aktuell eingenommen werden. Es gibt auch Fragen zur Biographie.

Psychologische Leistungstests
Bei den psychologischen Leistungstests handelt es sich um Reaktions- und Konzentrationstests.

Das Wiener Testsystem VERKEHR der Firma Schuhfried ist internationaler Standard für Fahreignungsdiagnostik. Die Tests sind so konstruiert, dass sie von relativ simplen Aufgaben stufenweise zu einem höheren Schwierigkeitsgrad führen. Doch Betroffene müssen sich wegen dieser Tests keine großen Sorgen machen - um die Fahrerlaubnis wiederzuerhalten, reichen bei den psychologischen Leistungstests relativ niedrige Werte aus. Verkehrspsychologen sprechen von Prozentrang 16, der erreicht werden muss, das heißt, nur 16 Prozent der Bevölkerung bleiben unter diesem Wert.

Ein Test ist z.B. der Adaptive Tachistoskopische Verkehrsauffassungstest (ATAVT). Ein Tachistoskop ist ein Gerät aus der Wahrnehmungspsychologie. Das Gerät erlaubt die kurzzeitige Darbietung von visuellen Reizen. Es gibt eine Wahrnehmungsschwelle. Ein Reiz muss eine bestimmte Anzahl von Millisekunden auf einem Monitor erscheinen, bis der Reiz der Person bewusst wird. Unter dieser Schwelle fällt der Person überhaupt nicht auf, dass es auf dem Monitor etwas zu sehen gab. An der Wahrnehmungsschwelle wird der Reiz eher als Blitz wahrgenommen.

Man kann nun einem Menschen für sehr kurze Zeit Verkehrssituationen darbieten und ihn fragen, was auf dem Bild zu sehen war: War da ein Stopp-Schild? War am Straßenrand ein Fußgänger? usw.

Medizinische Untersuchung
Die medizinische Untersuchung stellt den dritten Teil der Fahreignungsbegutachtung dar. Der Arzt fragt die Betroffenen nach möglichen Krankheiten, die in Zusammenhang mit der Fahreignung stehen könnten. Wenn der Untersuchungsanlass "Alkohol im Straßenverkehr" ist, werden in der Regel die Leberwerte geprüft. Man spricht hier von einer Chemisch-Toxikologischen-Untersuchung (Medizinischer Teil der Fahreignungsuntersuchung).

Psychologisches Gespräch
Ein weiterer Teil der Untersuchung ist das psychologische Gespräch, das 45 bis 60 Minuten dauert. Das Ziel des psychologischen Gespräches, allgemein formuliert, ist es herauszufinden, ob dem Betroffenen ein erhöhtes Risiko für die Verkehrssicherheit darstellt, s.a. Fahrerlaubnisverordnung (FeV) Anlage 15. Es geht um eine individuelle Risikoabschätzung im Gegensatz zu einer Entscheidung aufgrund der Aktenlage (Führerscheinakte).

Das Gutachten ist anlassbezogen. Es gibt eine klare Fragestellung des Landratsamtes. Daran hat sich der Gutachter zu halten.

Fahreignung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff
Es steht nicht im Gesetz, was die Merkmale von "Fahreignung" sind. Das ist mit Absicht so. Der Gesetzgeber will hier Flexibilität haben. Es gibt aber dennoch Begutachtungsleitlinien und Beurteilungskriterien, die eine Hilfestellung für den Fahreignungsgutachter darstellen. Alle Regeln werden immer wieder überprüft ("Fehlerkultur" bei der Begutachtung der Kraftfahreignung, Rainer Mattern und Wolfgang Schubert, Tagungsband Hamburg.pdf - DGVM).

Begutachtungsleitlinien
In Deutschland gibt es die "Medizinisch-Psychologische-Untersuchung" seit 1954. Es gab in Deutschland viele Kriegsheimkehrer. Diese Männer kamen mit Handikaps aus dem Krieg zurück. Dennoch wollten diese Personen am normalen Leben teilhaben. Eine Gruppe von Ärzten legte fest, welche Krankheiten und Handikaps eine Fahreignung ausschließen. So bewirkt z.B. das Vorliegen einer Epilepsie, dass eine Person nicht geeignet ist ein Fahrzeug zuführen (spezieller Teil der Begutachtungsleitlinien).

Man kann das auch in der Fahrerlaubnisverordnung nachlesen (Anlage 4 FeV). Unter 8.3 ist zum Beispiel definiert, dass einen Person, die an Alkoholabhängigkeit leidet, nicht geeignet ist ein Fahrzeug zu führen, usw. Der springende Punkt ist nun aber der: Kann dieser Mensch zeigen, dass er gelernt hat mit seiner Alkoholkrankheit zu leben, dann ist er doch geeignet ein Fahrzeug zu führen (Wolfgang Schubert, Vortrag an der Deutschen Psychologen Akademie).

Beurteilungskriterien
Als Ergänzung zu den Begutachtungsleitlinien gibt es die Beurteilungskriterien für Fahreignung. Die Beurteilungskriterien sind das Handwerkszeug für den Fahreignungsgutachter. Die Medizinisch Psychologische Untersuchung soll auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik stehen (Anlage 15 Punkt 1 c FeV). Die Beurteilungskriterien sind für Gutachter absolut verbindlich. Jeder Gutachter hat sich daran zu halten. Wenn ein Gutachter sich einmal nicht daran halten sollte, so muss er dies begründen.

Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung - Beurteilungskriterien - Änderungen und Weiterentwicklungen in der 3.Auflage, Jürgen-Brenner Hartmann und Thomas Wagner, Zeitschrift für Verkehrssicherheit 4.2013, S.218.

Urheber der Beurteilungskriterien für Fahreignung sind wie gesagt die DGVM und die DGVP (Fachgesellschaften).

Der Technische Überwachungsverein erkannte früh die Notwendigkeit, die Beurteilung der Fahreignung auf die Basis einheitlicher Methoden und Maßstäbe zu stellen. Am 18. Februar 1960 wurde der "Fachausschuss Medizinisch-Psychologische Arbeitsgebiete" (FA-MPA) gegründet. Die Informationen wurden in einem TÜV Informationssystem den Gutachtern zur Verfügung gestellt. Die Beurteilungskriterien für Fahreignung als Buch erschienen vermutlich erst 2001.

In den Anfangsjahren der MPU wurde eine Persönlichkeitsdiagnostik betrieben. Heute ist die Diagnostik verhaltensorientiert. Die Diagnose orientiert sich an der Fragestellung der Behörde, z.B.: "Kann Herr/Frau ... trotz der Hinweise auf Alkoholmissbrauch im Sinne der Anlage 4 zur FeV ein Kraftfahrzeug der Gruppe 1/2 sicher führen?"

Fahreignungsgutachter

Erstellung von Fahreignungsgutachten ist ein weitgehend standardisierter Prozess. Es müssen Aufzeichnungen erstellt werden. Am Ende des Gesprächs soll der psychologische Gutachter mitteilen, wie es steht (Sachstandsmeldung). Der medizinische Gutachter ist ebenso wichtig wie der psychologische Gutachter (Wikipedia), daher gibt es bei der Sachstandsmeldung des Psychologen immer einen Vorbehalt (medizinisches Untersuchungsergebnis).

Für den psychologische Gutachter für Fahreignung wird eine einschlägige Berufspraxis gefordert. Schriftlich dokumentierte einjährige Einarbeitung durch einen erfahrenen psychologischen Gutachter (mindestens dreijähriger Praxis in der Fahreignungsbegutachtung). Der einzuarbeitende Psychologe absolviert im Regelfall 100 Gutachten bevor er selbständig arbeitet.

Psychologie ist ein großes Wissensgebiet. Der Witz ist, dass sich die Wissenschaftler nicht darauf einigen konnten, was "Psychologie" eigentlich ist (Geisteswissenschaft, Naturwissenschaft). Man kann die Psychologie in zwei Bereiche unterteilen: Die MPU ist eine Mischung aus beidem. Dem Gutachter liegt die Führerscheinakte vor und er kennt er biographische Studien.

Beispiel: Je häufiger ein Kraftfahrer wegen Trunkenheit am Steuer vorbestraft ist, desto höher ist bei ihm die Rückfallwahrscheinlichkeit (Beurteilungskriterien, 3.Aufl., S. 28). Wenn man sich aber vollständig auf die Statistik verlassen würde (experimentelle Psychologie), so bräuchte man keine Einzelfalluntersuchung (MPU). Ein psychologischer Gutachter soll eine individuelle Risikoeinschätzung vornehmen. Er trifft diese Entscheidung zusammen mit einem Mediziner.

Träger von Begutachtungsstellen


Die Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung unterliegen regelmäßigen Überprüfungen durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Die Überprüfung erfolgt in einem Fünf-Jahres-Zyklus. Es wird das Qualitätsmanagementsystem (QMS) übergeprüft.

Die Begutachtung durch die BASt ist die Voraussetzung für die amtliche Anerkennung der einzelnen Begutachtungsstellen durch das jeweilige Bundesland - Anerkennung von Begutachtungsstellen ist Länderrecht (§ 66 FeV und Anlage 14). Liegen beide Anerkennungen vor, so spricht man von einer "amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung".

Die amtliche Anerkennung verpflichtet zur Einhaltung umfangreicher gesetzlicher und fachlicher Bestimmungen. Diese umfassen etwa
Auch in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV). In der Anlage 15 der FeV finden Sie wichtige Hinweise zum Ablauf einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung.

Beleihung

Fahreignungsbegutachtung ist eigentlich eine Sache des Staates. Der Staat überträgt diese Aufgabe aber auf natürliche Personen (Beleihung). Eine natürliche Person ist eine Person, die Rechte und Pflichten hat.

Den Begriff "natürliche Person" kann man verstehen, wenn man in die Vergangenheit schaut. Nach dem römischen Recht waren Sklaven keine natürlichen Personen. Sie hatten keine Rechte. Das waren Menschen, die Sachen gleichgestellt wurden. Man konnte sie besitzen wie man eine Sache besitzt.

Fahreignungsbegutachtung ist also ein Beispiel für indirekte Staatsverwaltung. Der Staat macht die Arbeit nicht selbst. Häufig findet man den Glauben und die Überzeugung, dass der TÜV eine staatliche Einrichtung ist. Das trifft nicht zu. Der TÜV ist ein privates Unternehmen, das beliehen wurde. Tatsächlich war der TÜV das erste Dienstleistungsunternehmen, das die MPU durchführte. - Die erste Medizinisch Psychologische Untersuchung wurde in Stuttgart, in der Stadt der Automobilhersteller, durchgeführt.

Betriebswirtschaftliche Optimierung der Begutachtungsstellen
Der bei einer Begutachtungsstelle fest angestellte Gutachter ist frei in seiner Entscheidung. Der Leiter der Begutachtungsstelle kann ihm nicht vorschreiben, wie das Ergebnis seines Gutachtens auszusehen hat. Der angestellte Gutachter erhält einen Zeitlohn (Monatslohn).
 Personalmanagement (Betriebswirtschaftslehre) gibt es folgende Grundsätze für die Lohnpolitik: Der Witz ist nun, dass sehr große Träger dazu übergehen, für geistige Tätigkeiten einen Stücklohn, bzw. Akkordlohn, zu bezahlen. Das bedeutet: Pro Gutachten erhält ein Psychologe einen bestimmten Geldbetrag, damit sich alle Verbindlichkeiten von Seiten des Unternehmens befriedet (Honorar). Der Psychologe erhält keinen Zeitlohn und ist nicht beim Unternehmen angestellt. Diese betriebswirtschaftliche Optimierung der Fahreignungsbegutachtung bedeutet, dass man angestellten Gutachter "aussterben" lässt. Von Seiten des Konzerns werden sie als "Altlast" betrachtet.

Honorarbasierte Vergütung von Gutachten senkt vermutlich die Qualität der Gutachten. Der Gutachter verdient gleichviel Geld, gleichgültig ob er 45 Minuten oder etwa 60 Minuten begutachtet. Wahrscheinlich wird er nicht länger begutachten, denn sonst verdient er an einem einzelnen konkreten Gutachten pro Minute weniger. So gibt es auch eine Tendenz, dass Frauen als Fahreignungsgutachter arbeiten. Frauen können eine schlechte Bezahlung eher tolerieren, da eben der Ehemann der Hauptverdiener ist.

Abgesehen davon fühlen sich Gutachter, die auf Honorarbasis arbeiten, in übertriebener Weise abhängig von ihrem Unternehmen. Sie fürchten, im nächsten Monat weniger Aufträge vom Leiter der Begutachtungsstelle zu bekommen. Der Leiter der Begutachtungsstelle hat einen festen Lohn, bzw. Zeitlohn. Das schafft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in Begutachtungsstellen großer Träger von Begutachtungsstellen.

Begriff Idiotentest
Der Begriff "Idiotentest" wurde irgendwann verwendet, um Personen die drei Mal die praktische Fahrprüfung nicht bestanden haben, zu testen. Sie mussten ebenfalls eine Medizinisch Psychologische Untersuchung absolvieren. Heute müssen sie sechs Mal durch die praktische Fahrprüfung fallen, bis sie zur MPU müssen. Der Begriff "Idiotentest" ist sehr stabil und hat sich über 60 Jahre in Deutschland gehalten. Es gilt die psychologischen Hintergründe zu erklären, warum die Medizinisch Psychologische Untersuchung für so viele Betroffene die Bedeutung eines "Idiotentest" angenommen hat. Sehen Sie hierzu die separate Seite unter dem Link.

MPU Vorbereitung Tübingen
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