Warum Menschen die MPU für einen Idiotentest halten
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Begriff Idiotentest: Einfluss von Erwartungen auf Wahrnehmungen Warum halten Menschen Gutachten wie die MPU für einen Idiotentest?

Marketing stellt einen Intelligenztest dar

Inwiefern könnte die MPU ein Intelligenztest, oder "Idiotentest", sein? Zunächst einmal kann man sich den nicht regulierten Markt der MPU-Berater ansehen. Hier ist es wie beim Einkaufen überhaupt. Auf dem Markt der Waren und Dienstleistungen konkurrieren Anbieter um den Kunden. Ein Markt - besonders wenn er ohne Regeln ist - könnte für Hilfesuchende einen Intelligenztest darstellen. Ich glaube, dass es auf der Kundenseite eine bestimmte verhängnisvolle Logik gibt. Je mehr der Kunde glaubt, eine geniale Entscheidung getroffen zu haben, desto weniger Intelligenz hat dabei mitgewirkt.

Konzeption Idiotentest

Wenden wir uns nun der MPU selbst zu. Die Konzeption der MPU als Idiotentest ist ein stabiler Irrtum oder ein Mythos. Es ist eine tief verwurzelt und schwer veränderbare Überzeugung. Sie erhält immer dann neue Nahrung, wenn der Betroffene über negative Erfahrungen mit dem Test von Gleichaltrigen oder den sozial Media erfährt. Auf diesem Mythos wird hier eingegangen.

Inhaltsverzeichnis

1 Idiot, wer ist es?
1.1 Idiotentest, Definition
1.2 Schwere Vorwürfe
2 Irrtum, unauslöschlicher
2.1 Rashmon
2.3 Bottom-up-und Top-down Prozess
2.4 Monster von Loch Ness
Idiotentest Begriff
3 Idiotentest, Entstehung des Mythos
3.1 Jerome Bruner
3.2 Defizit an positiven Informationen
3.3 Jerome Bruner, Idiotentestkonzept
3.4 Tür-Test
3.5 Stift-Test
4 Allmacht der Phantasie
4.1 Projektive Identifizierung
4.2 Rosenthal-Effekt
4.3 Folie a deux
4.4 Teufelskreis
4.5 Panik, Hass
4.6 Beseitigungsmaßnahmen von Unwissenheit
5 Positives Bild

Wer ist der Idiot?


Es gibt den Blickwinkel von MPU-Kandidaten der lautet: "Ich werde hier nur angegriffen und in meiner Existenz bedroht. Das rechtfertigt alle Mittel bei der Durchsetzung meiner Interessen am Wiedererhalt der Fahrerlaubnis!" Von daher beschreibt der Begriff "Idiotentest" eine innere Wirklichkeit von Betroffenen. Diese innere Haltung führt aber in einen Teufelskreis der immer unerträglicher wird. Tatsächlich kann der Entzug der Fahrerlaubnis eine extreme psychische Krisensituationen hervorrufen.

Jörg-Michael Sohn über den Begriff "Idiotentest"
Der Verkehrspsychologe Jörg-Michael Sohn verweist darauf, dass der Begriff "Idiotentest" an die sogenannte Sterbehilfe im Dritten Reich - "Euthanasie" - denken lässt (sz-magazin, Beim Autofahren hört der Verstand auf).

Im Dritten Reich wurden mehr als 70 000 Menschen aufgrund psychiatrischer Erkrankungen und/oder aufgrund von Intelligenzdefiziten getötet (Aktion T4). Das geschah aber im Geheimen. Der Zugang zu den Konzentrationslagern war auch deutschen Bürgern versperrt, sofern sie nicht direkt an den Vorgängen beteiligt waren. Die Weltöffentlichkeit konnte es damals lange Zeit nicht glauben, dass diese Konzentrationslager tatsächlich existierten. Es gab nur Gerüchte. Erst bei Kriegsende erfuhr sie die ganze schreckliche Wahrheit (Video "Ärzte-Prozess - Nürnberg 1946/47").

Sohn stellt fest, dass die Fahreignungsgutachten im Nachkriegsdeutschland nichts mit Euthanasie zu tun hat. Dabei ignoriert er aber die innere Wirklichkeit bestimmter MPU-Kandidaten. Für sie ist es eben doch so. Die Betroffenen sind überzeugt, dass es darum geht sie zu vernichten.

Schwere Vorwürfe in Richtung Fahrerlaubnisbehörde
Die Mitarbeiter aus der Abteilung der Führerscheinstelle in Berlin, die für die Anträge auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis verantwortlich sind, sehen sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. In fünfzig Prozent der Fälle werden sie beschuldigt, die berufliche Existenz der Betroffenen zu vernichten. Es gibt daher einen hohen Personalwechsel, bzw. eine hohe Fluktuation bei den Abteilungen, die mit der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beschäftigt sind.

Unauslöschlicher Irrtum


Man könnte meinen, dass Menschen die Welt so wahrnehmen wie sie tatsächlich ist, als wären sie Spiegel, die einfach nur die Fakten wiedergeben. Man könnte glauben, die menschliche Wahrnehmung käme einer Fotokamera gleich. Wahrnehmungstäuschungen geben ein beeindruckendes Beispiel davon, dass dieses "Kameramodell der Wahrnehmung" die Wahrnehmung nicht vollständig erklären kann.

Man sollte vor allem sehr darauf achten, was der Gegenstand der Wahrnehmung ist: Ein unbelebtes Objekt (Gegenstand der Naturwissenschaft) oder ein belebtes Objekt (Gegenstand der Sozialwissenschaft). Wenn es um ein belebtes Objekt geht, dann geht es um die sogenannte "soziale Wahrnehmung". Bei der sozialen Wahrnehmung spielt die Subjektivität des Subjekts, bzw. des Beobachters, eine große Rolle. Volksweisheiten drücken dies aus:
  1. In Deutschland sagt man zum Beispiel: "Wo das Auge nicht sehen will, helfen weder Licht noch Brille!"
  2. In Japan sagt man: "in den Augen der Verliebten sind selbst Pockennarben Lachgrübchen".
  3. Die wohl schönste Redewendung findet sich aber in Dänemark. Sie lautet: "Die Liebe ist einäugig, der Hass ist blind!"
Die menschliche Wahrnehmung ist immer eine Mischung aus sensorischen Daten, dessen was die Sinnesorgane den Menschen vermitteln, und Annahmen darüber was es zu sehen gibt (animistische Deutungen, unbewußte Phantasien über wichtige Bezugspersonen und sich selbst). Der eigene Blickwinkel auf die Welt lässt für jeden Menschen die Welt anders aussehen. Jeder einzelne Mensch legt eine individuelle "unsichtbare Bedeutungsdimension" über die anflutenden sensorischen Daten. In dieser subjektiven Bedeutungsdimension drückt sich sein Subjektivität und seine jeweils aktiven unbewußten Phantasien aus.

Rashmon - Das Lustwäldchen
Nehmen wir an, dass drei Personen in eine Straftat verwickelt sind. Jeder hat dann seine subjektive Perspektive darauf. Im japanischen Film "Rashmon - Das Lustwäldchen" geht es um den Mord an einem Samurai. In einer Gerichtsverhandlung treten die Frau, der Samurai (der durch ein Medium aus dem Jenseits spricht) und der Bandit auf. Jeder schildert den Tathergang aus seiner Sichtweise in einer völlig anderen Versionen als die zwei Anderen. Jede Version ist aber folgerichtig. Das Opfer des Verbrechens, der Samurai, spricht wie gesagt durch ein Medium aus dem Jenseits.

Über die Fakten sind sich alle einig: Ein hochgestellter Samurai läuft durch einen Wald. Hinter ihm reitet seine schöne und junge Frau auf einem Pferd. Der Bandit lockt den Samurai ins Unterholz, indem er ihm ein gutes Geschäft verspricht. Der Bandit überwältigt den Samurai. Er fesselt ihn und vergewaltigt vor seinen Augen seine Frau. Danach wird der Samurai erstochen, die Frau flieht, und der Bandit wird drei Tage später festgenommen.

Im Film werden die drei Versionen der Beteiligten - Bandit, Samurai und Ehe-Frau - dargestellt. Am Ende tritt ein Holzfäller auf, der den eigentlichen Tathergang beobachtet hat. Sein Version der Ereignisse ist völlig anders als die der drei Beteiligten. Er beschuldigt alle drei Verbrechensbeteiligten unwürdiger Verhaltensweisen, während die drei Beteiligten jeweils eine Version erfinden, die sie gut aussehen lässt. Der Samurai z.B. behauptet, dass er sich selbst umgebracht habe.

Bottom-up- und Top-down - Prozess
Wie oben gesagt, ist Wahrnehmung immer eine Mischung aus sensorischen Daten (Bottom-up Verarbeitung) und Erwartungen (Top-down Verarbeitung). Die Top-down-Verarbeitung beteiligt unsere Vorerfahrungen, unser Wissen, unsere Motive und den kulturellen Hintergrund bei der Wahrnehmung der Welt. Und manchmal spielen uns unsere eigenen Motive einen Streich.

Das Monster von Loch Ness
Wenn wir mit der Erwartung nach Schottland fahren, dass es in Loch Ness ein urzeitliches Lebewesen zu sehen gibt und und wir auf dem See etwas sehen das sich bewegt, dann werden die sensorischen Daten von uns eher zu "Nessie" zusammengebaut. Sofern wir an die Sage glauben, dass in Loch Ness ein urzeitliches Tier überlebt hat, spielt uns dieses Vorwissen einen Streich (animistische Deutung von Denkprozessen wie "Vorwissen", siehe oben). Die Sage von "Nessie" wird also immer wieder Augenzeugen schaffen, die überzeugt sind, dass sie "etwas" auf dem See gesehen haben.


Idiotentest Begriff -  MPU Rechnung, Sichtweise und Erlebnisweise

Wie der Mythos vom Idiotentest entsteht


Jerome Bruner (in der experimentellen Psychologie als "Sozialpsychologe" einzuordnen) hat in den Jahren 1951 - 1957 seine Theorie der sozialen Wahrnehmung aufgestellt. Er hebt die Rolle hervor die Erwartungen bzw. Hypothesen bei der Wahrnehmung anderer Menschen spielt. Er sagt:
  1. Starke Hypothesen werden mit größerer Wahrscheinlichkeit aktiviert als schwache.
  2. Je stärker sie sind, desto geringer ist die zur Bestätigung erforderliche Menge unterstützender Reizinformation und
  3. desto größer muss die Menge widersprechender Reizinformation sein, um sie zu widerlegen.
Bezieht man die Theorie der sozialen Wahrnehmung auf die MPU, dann kann man sagen: "Je mehr ein Mensch davon überzeugt ist, dass er bei der MPU demontiert wird, desto geringer ist die zur Bestätigung erforderliche Menge an unterstützenden Reizinformationen!" Der Witz ist nun, dass es sowieso viel mehr negativen Informationen über die MPU im Internet gibt.

Defizit an positiven Informationen
Menschen, die das Gutachten für eine lange Zeit in ihrem Leben nicht bewältigen, fühlen sich manchmal berufen, der Öffentlichkeit darüber zu berichten was für ein unfaires System die Fahreignungsbegutachtung in Deutschland eigentlich sei. Sie befinden sich geradezu auf einer Art Kreuzzug. Sie sind voller Rachedurst und Groll bezüglich des Gutachtens. Sie verweisen darauf, dass es in anderen Ländern diesen Test nicht gibt (Ausnahme: Schweiz).

Menschen, die das Gutachten bewältigen konnten, fühlen sich hingegen nicht im gleichen Maße dazu berufen, der Öffentlichkeit mitzuteilen was für ein faires System die Begutachtung ist. Sie befinden sich innerlich nicht auf einem Feldzug. Sie investieren daher auch wenig Zeit in das ganze Thema. Sie kehren einfach in ihr normales Leben zurück und "hacken" das Thema für sich ab. Dieser Unterschied führt dazu, dass in soziale Media und auf Foren viel mehr negative Informationen über das Gutachten zu finden sind als positive.

Oben wurde gesagt: "Je mehr ein Mensch davon überzeugt ist, dass er bei der MPU beschädigt wird, desto geringer ist die zur Bestätigung erforderliche Menge an unterstützenden Reizinformationen!" Wenn man diesem Gedanken folgt, dann kann man auch verstehen wie erstaunliche Erfahrungsberichte der MPU entstehen.

Anwendung von Bruner auf das Idiotentestkonzept
Man kann Bruners Theorie der sozialen Wahrnehmung auch auf die Wahrnehmung der MPU anwenden. Starke Hypothesen brauchen wenig bestätigende Reizinformation, um bestätigt zu werden. Es reichen kleine mehrdeutige Ereignisse und schon scheint die starke Hypothese bestätigt. Mit anderen Worten: Dieselben psychischen Mechanismen, die einen Besucher von Loch Ness ein urzeitliches Monster "sehen" lassen, könnten den Besucher einer MPU-Stelle ein urzeitliches Monster aus der Psychologie sehen lassen.

Tür-Test
Ein MPU Kandidat kommt zur Tür herein. Der psychologische Gutachter sagt zu ihm, dass er die Tür schließen soll. Der Kandidat hatte aber schon die Tür geschlossen. Er verstand die Äußerung des Gutachters als einen Test. Nach Ende des Gutachtens berichtet er einem Freund davon wie er getestet wurde: "Man wird bei der MPU gefragt, ob man eine geschlossene Tür schließen kann. Wenn man versucht die Tür zu schließen, dann ist man durchgefallen!"

Was der Betroffene überhaupt nicht in Erwägung zieht ist, dass sich der Psychologe einfach getäuscht haben könnte. Der Psychologe dachte vielleicht, dass die Tür noch offen sei. Dieser Gedanke wird nicht in Erwägung gezogen. Der Klient ist in einer ängstlichen Stimmung. Er erwartet etwas Schlimmes. Banale Alltagsbegebenheiten werden in dieser Stimmung mit einer besonderer Bedeutung ausgestattet.

Stift-Test
Ein Gutachter lässt einen Stift fallen. Er schaut auf dem Boden und hebt ihn wieder auf. Der Kandidat der Begutachtung ist in einer ängstlichen Stimmung und Erwartung. Er verleiht dieser banalen Begebenheit eine besondere Bedeutung. Es ist ein Test, dass der Psychologe den Stift fallen lässt. Er glaubt, wenn er diesen Stift aufhoben hätte, dann wäre er bei dem Gutachten durchgefallen.

Das besondere an diesen beiden Beispielen ist, dass der MPU Kandidat sein Erleben für die faktische Wirklichkeit hält. Er fragt nicht, ob es vielleicht gar nicht aus Absicht geschah. In dem Sinne trägt diese Art von MPU Kandidat dann die Dinge nach außen. Der Teil der Freunde, die in derselben ängstlichen Stimmung sind, wird diesen Berichten glauben schenken und daran "weiter bauen" (Folie a deux).

Allmacht der Phantasie in sozialen Situationen


In der Psychoanalyse würde man sagen, dass die Stärke der Hypothese tatsächlich das Objekt, die andere Person, verändern kann. Man würde hier von Projektiver Identifizierung sprechen, bzw. von Allmacht der Phantasie in sozialen Situationen. Man kann sich fragen, ob das Subjekt (der Beobachter) sein Objekt (seine Bezugsperson), immer so sieht wie sie sich ihm subjektiv präsentieren, oder ob er andere Objekte, so sehen kann wie sie unter einem objektiven Blickwinkel zu sehen wären.

Kleinianische Psychoanalytiker betrachten das äußere Objekt in der Regel unter dem zuerst genannten Blickwinkel - das bedeutet, sie sehen es so, wie es vom Subjekt wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung ist verzerrt, weil das Subjekt seine eigenen Erwartungen auf das Objekt projiziert, die eine Mischung aus früheren Erfahrungen und den Erwartungen der augenblicklich aktiven unbewussten Fantasie darstellen. Überdies wird das Subjekt je nach Stärke der Fantasie mehr oder weniger fähig sein,
  1. das äußere Objekt so zu sehen, wie es wirklich ist oder
  2. das Objekt durch unbewusste, provozierende Manöver tatsächlich so zu verändern, dass es seinen Wahrnehmungen entspricht.
Projektionen ("Erwartungen", "Hypothesen") können so stark werden, dass sich das äußere Objekt im Sinne der Erwartung verhält und aus Sicht des Subjekts nicht mehr ein unabhängiger Mensch ist, sondern mehr ein Figur aus der Innenwelt des Subjekts. Man könnte hier sagen, dass die Erwartungen in das Objekt projiziert werden und nicht nur auf das Objekt. Hinshelwood sagt dazu: "Die realen Eigenschaften des Objekts sind wichtig im Hinblick darauf, ob sie den Erwartungen des Subjekts entsprechen und so beschaffen sind, dass sie sich den Wahrnehmung des Subjekts angleichen oder sich ihnen widersetzen kann."(vgl. Robert Hinshelwood, Wörterbuch der kleinianischen Psychoanalyse, Seite 318).

Ob Erwartungen tatsächlich das Objekt - den anderen Menschen - verändern könnten wurde in der experimentellen Psychologie von Robert Rosenthal erforscht:
  1. Rosenthal-Effekt
  2. Sich selbst erfüllende Prophezeiung
  3. Versuchsleiter-Erwartungs-Effekt
  4. Pygmalion-Effekt
Das besondere ist, dass es dem Subjekt, dem Beobachter, nicht auffällt, dass es selbst derjenige war, der das Objekt verändert hat.

Ob diese kleinianische Perspektive bei einem konkreten MPU-Kandidaten angebracht ist, bzw. in welchen Augenblicken sie angebracht sein könnte, das müsste man in einer realen Begegnung einmal schauen. Das kann man nicht vorherwissen. Es ist verführerisch sich auf eine Theorie festzulegen, während es darum geht, dass Unbekannte zu tolerieren.

Teufelskreis

Das Wort "Idiotentest" beschreibt eine innere Haltung, die dem Erfolg bei der Fahreignungsbegutachtung im Wege steht. Wenn aus der Sicht des Klienten irgendwer der Idiot ist, dann ist keine konstruktive Beziehung möglich. Beide Seiten - Gutachter und Kandidat - werden demontiert. Wenn die beiden Akteure nicht kommunizieren können, dann gibt es keine Daten über die der Gutachter eine Entscheidung fällen könnte, bzw. die Unmöglichkeit der Kommunikation - die Blockade, das Schweigen - ist dann die Information, über die der Gutachter eine Entscheidung zu fällen hat. In einem Gutachten in dem der Klient im Grunde keine Daten liefert stellt das Schweigen eben die Daten dar. Die Antwort lautet dann: "Die Person konnte nicht begutachtet werden! Wir können seine Fahreignung nicht beurteilen!"

Panik und Hass
  1. Der Entzug der Fahrerlaubnis kann deswegen zu Panik und Hass führen, weil der Beruf des Betroffenen und damit seine Existenz auf dem Spiel steht. Hier stellt sich die Frage, welche inneren Gründe dazu beigetragen haben, dass er sich nun in dieser Lage befindet.
  2. Der Entzug der Fahrerlaubnis bewirkt, dass der Betroffene sich entwickeln muss und mit Unwissenheit konfrontiert ist. Das alleine genügt, um Hass auszulösen (s.u.).
  3. Der Entzug der Fahrerlaubnis berührt aber auch eine Erfahrung mit der bestimmte Menschen viel schlechter fertig werden können als andere: Die Erfahrung, nicht dazu zu gehören. Fahren ohne Fahrerlaubnis ist daher für diese Personen eine Option, während andere versuchen das Problem wirklich zu lösen.
Beseitigungsmaßnahmen von Unwissenheit
Menschen, die zur MPU müssen, recherchieren im Internet. Im Internet findet man sehr viel Information zur MPU. Diese Informationen haben oft die Qualität von endlosen und erfolglosen Beseitigungsmaßnahmen von Unwissenheit. Jemand versucht sich selbst öffentlich zu beweisen, dass er etwas weiß, obwohl er eigentlich weiß, dass er nichts weiß. Er kann aber das Nichts nicht anerkennen. Schreckliche Ausblicke sind dann dem Nichts vorzuziehen.

Unwissenheit kann unerträglich sein. An die Stelle der Unwissenheit wird Allwissenheit gesetzt. Darum ist für bestimmte Menschen die MPU ein Idiotentest! Je stärker diese Haltung ausgeprägt ist, um so weniger wird die betreffende Person sich Hilfe holen, denn sie weiß schon alles.

Positives Bild


2013 hat der VdTÜV eine Umfrage zum Image der MPU beim Umfragezentrum Bonn in Auftrag gegeben. Eine repräsentative Stichprobe von 501 Personen wurden telefonisch zum Thema "Verkehrssicherheit" befragt. Das Ergebnis widerspricht dem Meinungsbild der Kritiker der MPU, denn es ergibt sich ein positives Bild. Die Mehrheit findet es gut, wenn vor Wiedererteilung der Fahrerlaubnis die Betroffenen daraufhin untersucht werden, ob sie wirklich ihr Verhalten und ihre Einstellungen geändert haben. 79 Prozent der Bevölkerung stimmen dem zu.

Aufschlussreich sind die Alters und Geschlechterunterschiede.
  1. Altersunterschied: Bei den jüngeren Studienteilnehmern (18-29) waren 94 Prozent dafür, bei den älteren "nur" 80 Prozent.
  2. Geschlechterunterschied: Männer befürworteten die MPU mit 85 Prozent und Frauen mit 92 Prozent.

Idiotentest, warum halten Menschen Gutachten wie die MPU dafür? Einfluss unbewusster Erwartungen auf die Wahrnehmung des Gutachters


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