Warum Menschen die MPU für einen Idiotentest halten
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Begriff Idiotentest: Einfluss von Erwartungen auf Wahrnehmungen Warum halten Menschen Gutachten wie die MPU für einen Idiotentest?

Das Wissen über die MPU

Die Konzeption der MPU als Idiotentest ist ein stabiler Irrtum oder ein (Mythos). Diese Annahme ist tief verwurzelt und schwer veränderbar. Sie erhält dann neue Nahrung, wenn der Betroffene über negative Erfahrungen mit dem Test von Gleichaltrigen oder den sozial Media erfährt. Warum ist gibt es so viel schlechte Nachrichten über den Test?

Defizit an positiven Informationen über die MPU.
Auf einschlägigen Foren liest man viel Schlechtes über die Fahreignungsbegutachtung. Man kann in Deutschland zwei Arten von Menschen unterscheiden: Menschen, die das Gutachten für eine lange Zeit in ihrem Leben nicht bewältigen, fühlen sich manchmal dazu berufen, der Öffentlichkeit darüber vermeintlich aufzuklären was für ein unfaires System die Fahreignungsbegutachtung in Deutschland eigentlich ist. Sie befinden sich geradezu auf einer Art Kreuzzug für etwas, dass sie als die Gerechtigkeit ansehen. Sie sind voller Rachedurst und Groll bezüglich des Gutachtens. Sie verweisen darauf, dass es in anderen Ländern diesen Test nicht gibt (Ausnahme Schweiz).

Menschen, die das Gutachten bewältigen konnten, fühlen sich hingegen nicht im gleichen Maße dazu berufen der Öffentlichkeit mitzuteilen was für ein faires System die Begutachtung ist. Sie legen nicht dieselbe Leidenschaft an den Tag, andere Menschen gegen die Begutachtung der Fahreignung aufzubringen. Sie sind auf keinem Feldzug für eine scheinbar gerechte Sache. Sie investieren daher auch wenig Zeit in das ganze Thema. Sie kehren einfach in ihr normales Leben zurück. Sie "hacken" das Thema für sich ab. Dieser Unterschied führt dazu, dass in soziale Media und auf Foren viel mehr negative Informationen über das Gutachten zu haben sind als positive.

Warum gibt es den unauslöschlichen Irrtum, dass der Test ein Idiotentest sei?

Man könnte meinen, dass Menschen die Welt so wahrnehmen wie sie tatsächlich ist, so als wären wir alle Spiegel, die einfach nur die Fakten wiedergeben, oder als wäre unsere Wahrnehmung eine Fotokamera. Wahrnehmungstäuschungen geben ein beeindruckendes Beispiel davon, dass dieses Kameramodell der Wahrnehmung die Wahrnehmung nicht vollständig erklären kann. Und auch die Volksweisheiten machen uns klar, dass es so nicht sein kann.
  1. In Deutschland sagt man zum Beispiel: "Wo das Auge nicht sehen will, helfen weder Licht noch Brille!"
  2. In Japan sagt man: "in den Augen der Verliebten sind selbst Pockennarben Lachgrübchen".
  3. Die wohl schönste Redewendung findet sich aber in Dänemark. Sie lautet: "Die Liebe ist einäugig, der Hass ist blind!"
Menschliche Wahrnehmung ist immer eine Mischung aus sensorischen Daten, dessen was die Sinnesorgane die Menschen vermitteln und Annahmen darüber was es zu sehen gibt (Hypothesen, Konzepte). Gerade die Annahmen mit denen wir an die Welt herangehen lassen für jeden Menschen die Welt ein bisschen anders aussehen. Wir legen sozusagen eine individuelle unsichtbare Bedeutungsdimension über die sensorischen Daten. Damit dieses unsichtbare Bedeutungsdimension sichtbar wird müssen wir miteinander kommunizieren.

Beispiel: Drei Person schauen sich eine banale Sache wie ein Foto an, auf dem ein Mann zu sehen ist. Im Hintergrund ist ein Gebäude und ein paar Bäume. Je nachdem wen man von den Dreien fragt, sieht er ein "anderes" Foto. Er sieht sein Foto:
  1. Die Ehefrau des auf dem Foto abgelichteten Mannes sieht vor allem ihren Mann auf dem Foto.
  2. Ein Kulturhistoriker sieht vor allem eine gotische Kirche aus dem 12. bis 15. Jahrhundert auf dem Foto.
  3. Und ein Botaniker sieht vor allem die schönen Affenbrotbäume im Hintergrund.
Alle drei Personen sehen ein Bild, doch jeder sieht sein Bild. Keiner wird der Komplexität dessen gerecht, was Immanuel Kant das "Ding an sich" genannt hat. Keiner sieht die Sache selbst so wie sie ist. Das ist auch gar nicht möglich. Jeder Mensch hat andere Erwartungen an das Leben und die Welt. Jeder Mensch hat andere Vorstellungen, Hypothesen und Konzepte. Die Erwartungen, die sich darin widerspiegeln können unbewusst und in bestimmten Fällen auch ziemlich bewusstseinsfern sein.

Rashmon - Das Lustwäldchen
Genauso wäre es, wenn drei Personen in eine Straftat verwickelt würden. Jeder hätte seine Perspektive darauf. Im japanischen Film "Rashmon - Das Lustwäldchen" geht es um den Mord an einem Samurai. In einer Gerichtsverhandlung treten die Frau, der Samurai (der aus dem Jenseits spricht) und der Bandit auf. Jeder schildert den Tathergang aus seiner Sichtweise in drei völlig unterschiedlichen Versionen, von denen jede stringent und folgerichtig ist. Es gibt keine logischen Brüche, keine Widersprüche. Das Opfer des Verbrechens, der Samurai spricht durch ein Medium aus dem Jenseits.

Über die Fakten sind sich alle einig: Ein hochgestellter Samurai läuft durch einen Wald. Hinter ihm sitzt auf einem Pferd seine schöne und junge Frau. Der Bandit lockt den Samurai ins Unterholz, indem er ihm ein gutes Geschäft verspricht. Der Bandit überwältigt den Samurai. Er fesselt ihn und vergewaltigt vor seinen Augen seine Frau. Danach wird der Samurai erstochen, die Frau flieht, und der Bandit wird drei Tage später festgenommen.

Im Film werden die drei Versionen der Beteiligten - Bandit, Samurai und Ehe-Frau - dargestellt. Am Ende tritt ein Holzfäller auf, der den eigentlichen Tathergang beobachtet hat. Sein Version der Ereignisse ist völlig anders als die der drei Beteiligten. Er beschuldigt alle drei Verbrechensbeteiligten unwürdiger Verhaltensweisen, während die drei jeweils eine Version erfinden, die sie gut aussehen lässt. Der Samurai z.B. behauptet, dass er sich selbst umgebracht habe. Schließlich ist er ein Samurai.

Bottom up- und Top down - Prozess
Unsere Wahrnehmung ist immer eine Mischung aus sensorischen Daten (Bottom up Verarbeitung) und Erwartungen (Top down Verarbeitung). Die Top-down-Verarbeitung beteiligt unsere Vorerfahrungen, unser Wissen, unsere Motive und den kulturellen Hintergrund bei der Wahrnehmung der Welt. Und manchmal spielen uns unsere eigenen Motive einen Streich.

Das Monster von Loch Ness
Wenn wir in Schottland in Loch Ness sind und auf dem See etwas sehen das sich bewegt, dann werden die sensorischen Daten eher zu "Nessi" zusammengebaut, denn es gibt die Sage, dass in Loch Ness ein urzeitliches Tier überlebt hat. Die Sage von Nessi wird also immer wieder Augenzeugen schaffen, die überzeugt sind, dass sie etwas auf dem See gesehen haben. Die Sage wird weiterleben.

In der Philosophie hat man sich im Grund auch damit beschäftigt, was man in der experimentellen Wahrnehmungspsychologie "Bottom up -" und "Top Down - Verarbeitung" nennt. Dieser Bereich der Philosophie nennt sich Erkenntnistheorie. Es geht um die Frage, was man eigentlich sicher wissen kann. Damals war es ein großer Streit, welche der beiden Prozesse eine wichtigere Rolle spielen. Man nannte es aber nicht "Bottom up - " und "Top down - Prozess" sondern man nannte den Bottom up - Prozess "Empirismus" und den "Top down Prozess" Idealismus. Das besondere an Immanuel Kant war, das er beiden Seiten etwas Recht gegeben hat.

Der MPU-Kandidat als der Idiot, der getestet wird.

Bestimmte Menschen haben riesige Problem mit dem Gutachten. Sie durchleben einen besondere Zeit, wenn der Test der Fahreignung ansteht. Sie fühlen sich fundamental angegriffen und mindestens als Idiot beschimpft. Von daher beschreibt der Begriff "Idiotentest" die innere Wirklichkeit dieser Menschen.


Idiotentest Begriff -  MPU Rechnung, Sichtweise und Erlebnisweise

Jörg-Michael Sohn über den Begriff "Idiotentest"
Der Verkehrspsychologe Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn verweist darauf, dass der Begriff "Idiotentest" an die Sterbehilfe im Dritten Reich - Euthanasie - denken lässt (sz-magazin, Beim Autofahren hört der Verstand auf).

Im Dritten Reich gab es eine Medizin ohne Menschlichkeit (Alexander Mitscherlich). Es wurden mehr als 70 000 Menschen aufgrund psychiatrischer Erkrankungen und/oder aufgrund von Intelligenzdefiziten getötet (Aktion T4). Das geschah aber im Geheimen. Der Zugang zu den Konzentrationslagern war auch deutschen Bürgern versperrt, sofern sie nicht direkt an den Vorgängen beteiligt waren. Die Weltöffentlichkeit glaubte damals lange nicht, dass diese Konzentrationslager tatsächlich existierten. Es gab nur Gerüchte. Erst bei Kriegsende erfuhr sie die ganze schreckliche Wahrheit (Video "Ärzte-Prozess - Nürnberg 1946/47").

Jörg Sohn stellt fest, dass die Fahreignungsgutachten im Nachkriegsdeutschland nichts mit Euthanasie zu tun hat. Dabei ignoriert er aber die innere Wirklichkeit bestimmter MPU-Kandidaten. Für sie ist es eben doch so. Die Betroffenen sind überzeugt, dass es darum geht sie zu vernichten.

Schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Führerscheinstelle
Die Mitarbeiter aus der Abteilung der Führerscheinstelle in Berlin, die für die Anträge auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis verantwortlich sind, sehen sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. In fünfzig Prozent der Fälle werden sie beschuldigt, die berufliche Existenz der Betroffenen zu vernichten (Einschätzung des Leiters). Es gibt daher einen hohen Personalwechsel, bzw. eine hohe Fluktuation bei den Abteilungen, die mit der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis beschäftigt sind.

Wie der Mythos vom Idiotentest entsteht

Jerome Bruner würde man in der experimentellen Psychologie in der Sozialpsychologie ansiedeln. Bruner hat in den Jahren 1951 - 1957 seine Theorie der sozialen Wahrnehmung aufgestellt. Er hebt die Rolle hervor die Erwartungen bzw. Hypothesen bei der Wahrnehmung anderer Menschen spielt. Er sagt:
  1. Starke Hypothesen werden mit größerer Wahrscheinlichkeit aktiviert als schwache.
  2. Je stärker sie sind, desto geringer ist die zur Bestätigung erforderliche Menge unterstützender Reizinformation und
  3. desto größer muss die Menge widersprechender Reizinformation sein, um sie zu widerlegen.
Bezieht man das auf den Test der Fahreignung, dann kann man sagen, dass Hypothesen über bösartige Gutachter leicht eine scheinbar Bestätigung finden werden. Hierzu zwei Beispiele:

Beispiel 1, der Tür-Test
Ein MPU Kandidat kommt zur Tür herein. Der psychologische Gutachter sagt zu ihm, dass er die Tür schließen soll. Der Kandidat hatte aber schon die Tür geschlossen. Er verstand die Äußerung des Gutachters als einen Test. Nach Ende des Gutachtens berichtet er einem Freund davon wie er getestet wurde: "Man wird bei der MPU gefragt, ob man eine geschlossene Tür schließen kann. Wenn man versucht die Tür zu schließen, dann ist man durchgefallen!"

Was der Betroffene überhaupt nicht in Erwägung zieht ist, dass sich der Psychologe einfach getäuscht haben könnte. Der Psychologe dachte vielleicht, dass die Tür noch offen sei. Dieser Gedanke wird nicht in Erwägung gezogen. Der Klient ist in einer ängstlichen Stimmung. Er erwartet etwas Schlimmes. Banale Alltagsbegebenheiten werden in dieser Stimmung mit einer besonderer Bedeutung ausgestatet.

Beispiel 2, der Stift-Test
Ein Gutachter lässt einen Stift fallen. Er schaut auf dem Boden und hebt ihn wieder auf. Der Kandidat der Begutachtung ist in einer ängstlichen Stimmung und Erwartung. Er verleiht dieser banalen Begebenheit eine besondere Bedeutung. Es ist ein Test, dass der Psychologe den Stift fallen lässt. Er glaubt, wenn er diesen Stift aufhoben hätte, dann wäre er bei dem Gutachten durchgefallen.

Das besondere an diesen beiden Beispielen ist, dass der MPU Kandidat sein Erleben für die faktische Wirklichkeit hält. Er fragt nicht, ob es vielleicht gar nicht aus Absicht geschah. In dem Sinne trägt diese Art von MPU Kandidat dann die Dinge nach außen. Der Teil der Freunde, die in derselben ängstlichen Stimmung sind, wird diesen Berichten glauben schenken und daran "weiter bauen" (Foie a deux).

Die "Wahrnehmung" des Gutachters
In der Psychoanalyse würde man sagen, dass die stärke der Hypothese tatsächlich das Objekt, die andere Person, verändern kann. Man würde hier von "Projektiver Identifizierung" sprechen. Man kann sich fragen, ob der Mensch andere Menschen, immer so sieht wie sie sich ihm subjektiv präsentieren, oder ob er andere Objekte, so sehen kann wie sie unter einem objektiven Blickwinkel zu sehen wären.

Kleinianische Psychoanalytiker betrachten das äußere Objekt in der Regel unter dem zuerst genannten Blickwinkel - das bedeutet, sie sehen es so, wie es vom Patienten wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung ist verzerrt, weil das Subjekt (der Wahrnehmende) seine eigenen Erwartungen auf das Objekt projiziert, die eine Mischung aus früheren Erfahrungen und den Erwartungen der augenblicklich aktiven unbewussten Fantasie darstellen. Überdies wird das Subjekt je nach Stärke der Fantasie mehr oder weniger fähig sein,
  1. das äußere Objekt so zu sehen, wie es wirklich ist oder
  2. das Objekt durch unbewusste, provozierende Manöver tatsächlich so zu verändern, dass es seinen Wahrnehmungen entspricht.
Die realen Eigenschaften des Objekts sind wichtig im Hinblick darauf, ob sie den Erwartungen des Subjekts entsprechen und so beschaffen sind, dass sie sich den Wahrnehmung des Patienten angleichen oder sich ihnen widersetzen kann.

Ob Erwartungen tatsächlich das Objekt - den anderen Menschen - verändern könnten wurde in der experimentellen Psychologie von Robert Rosenthal erforscht. Es gibt dafür verschiedene Begriffe die gleichbedeutend sind:
  1. Rosenthal-Effekt
  2. Sich selbst erfüllende Prophezeiung
  3. Versuchsleiter-Erwartungs-Effekt
  4. Pygmalion-Effekt
Man gelangt zu dem Schluss, dass es tatsächlich möglich ist unbewusst das Verhalten anderer Menschen zu beeinflussen. Ein solcher zwischenmenschlicher Prozess wäre auch für die MPU denkbar. MPU Beratung könnte man so verstehen, dass es darum geht das Objekt, das fortwährend in der äußeren Person des Gutachters wahrgenommen und konstruiert wird, zu verstehen und zu analysieren. In dem Maß, in dem der Verkehrspsychologe selbst zum Gutachter für den Klienten wird, kann man im Hier und Jetzt die Probleme des Klienten mit der MPU besser verstehen. Dieser Prozess würde das Erleben des Gutachters verändern (vgl. Robert Hinshelwood, Wörterbuch, Seite 318).

Projektionen ("Erwartungen", "Hypothesen") können aber so stark werden, dass der Empfänger nicht mehr verstehen kann was vor sich geht. Sie verlieren dann ihre kommunikative Qualität und sind eher wie Dampf, der einem Kessel entweicht.

Die Idiotentest Sichtweise als der harter Kern der Unfähigkeit ein positives Gutachten zu erhalten

Das Wort "Idiotentest" beschreibt eine innere Haltung, die dem Erfolg bei der Fahreignungsbegutachtung im Wege steht. Wenn aus der Sicht des Klienten er der Idiot ist, dann ist keine konstruktive Beziehung möglich. Beide Seiten Gutachter und zu Begutachtender werden demontiert. Eine konstruktive Zusammenarbeit ist aber eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen der Begutachtung.

In dieser Stimmung der Bedrohung kann ein Mensch nicht erkennen, dass es um andere Menschen bei dem Gutachten geht. Es geht nämlich nicht so sehr darum, dass der Gutachten-Kandidat eine Gefahr für sich selbst sein könnten, sondern dass er eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer sein könnte. Zu dieser Sichtweise ist er überhaupt nicht in der Lage, da er sich und sein Leben als so bedroht erlebt. Man könnte die hier aufgeführten Sichtweisen und Interpretationsneigungen als den "harten Kern der Unfähigkeit, ein positives Gutachten zu erhalten" bezeichnen.

Nicht Betroffene haben ein positives Bild von der MPU

Man kann die Deutschland in zwei Lager einteilen, was die MPU angeht: Bei den Menschen, die zur MPU müssen, findet man ab und zu sehr negative Reaktionen auf die MPU. Sie tragen auch dazu bei, dass der Begriff "Idiotentest" weiterlebt. - Das gilt aber auch nicht für alle MPU-Kandidaten. - Bei den Menschen, die nicht zur MPU müssen, findet man eher eine positive Einstellung, siehe hierzu die Befragung (Verband der TÜV e.V., Studie zum Image der MPU). Die Presse spricht hingegen gerne von dem "Idiotentest" und möchte schon allein mit dem Begriff Gefühle schüren und einfach auch ein paar Zeilen verkaufen.

Panik und Hass
  1. Der Entzug der Fahrerlaubnis kann deswegen zu Panik und Hass führen, weil der Beruf des Betroffenen und damit seine Existenz auf dem Spiel steht. Hier stellt sich die Frage, welche inneren Gründe dazu beigetragen haben, dass er sich nun in dieser Lage befindet.
  2. Der Entzug der Fahrerlaubnis berührt eine Erfahrung mit der bestimmte Menschen viel schlechter fertig werden können als andere, die Erfahrung nicht dazu zu gehören.
  3. Der Entzug der Fahrerlaubnis bewirkt, dass der Betroffene sich entwickeln muss und mit Unwissenheit konfrontiert ist. Das alleine genügt, um Hass auszulösen (s.u.).
Endlose und erfolglose Beseitigungsmaßnahmen von Unwissenheit Menschen, die zur MPU müssen, recherchieren im Internet. Im Internet findet man sehr viel Information zur MPU. Diese Informationen haben oft die Qualität von endlosen und erfolglosen Beseitigungsmaßnahmen von Unwissenheit. Jemand versucht sich selbst öffentlich zu beweisen, dass er etwas weiß, obwohl er eigentlich weiß, dass er nichts weiß. Er kann aber das Nichts nicht anerkennen. Schreckliche Ausblicke sind dann dem Nichts vorzuziehen.

Unwissenheit kann unerträglich sein. An die Stelle der Unwissenheit wird Allwissenheit gesetzt. Darum ist für bestimmte Menschen die MPU ein Idiotentest! Je stärker diese Haltung ausgeprägt ist, um so weniger wird die betreffende Person sich Hilfe holen, denn sie weiß schon alles.

Idiotentest, warum halten Menschen Gutachten wie die MPU dafür? Einfluss unbewusster Erwartungen auf die Wahrnehmung des Gutachters


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