Kraftfahrer-Rehabilitation Vorbereitung - MPU Dipl.Psych Barth, Stuttgart
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MPU Verkehrspsychologe Stuttgart Über mich und MPU: Dipl.Psych. Reinhard Barth - Kraftfahrer Rehabilitation, Verkehrspsychologie Stuttgart

Verkehrspsychologische Fahreignungsberatung und MPU-Vorbereitung

Verkehrspsychologe Reinhard Barth (Dipl.Psych., Fachpsychologe für Verkehrspsychologie BDP)


MPU-Verkehrspsychologe Reinhard Barth - Verkehrspsychologie StuttgartStockholmer Platz 1, 70173 Stuttgart (Ansicht U-Bahn-Haltestelle Stadtbibliothek (Handwerkskammer), bzw. S-Bahn Stuttgart Hauptbahnhof Arnulf-Klett-Platz), 13-20 Uhr.

Auf dem Haigst 20, 70597 Stuttgart (Illustration U-Bahn-Haltestelle Weinsteige), 10-12 Uhr.

Telefon: 0711 / 6 40 50 14.
Zeiten: Mo - Fr: 10:00-20:00.

Email: reinhard.barth@mpu-vorbereitung-stuttgart.de

Über mich: Nicht allein der Wiedererhalt der Fahrerlaubnis,

sondern auch das Verstehen des Kraftfahrers ist das Anliegen einer verkehrspsychologischen Rehabilitation.

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Meine Fehler

Ich habe in meinem Leben viele Fehler gemacht. Es hat sehr lange gedauert bis ich aus diesen schmerzhaften und lange Zeit unerträglich anmutenden Erfahrungen lernen konnte. Heute helfe ich anderen Menschen auf diesem Weg. Und ich hoffe, dass sie durch meine Hilfe diesen Prozess schneller durchlaufen können als ich selbst.

Inhaltsverzeichnis

1 Verhältnis von Psychologie und MPU
1.1 Experimentelle Psychologie vs. Tiefenpsychologie

2 Psychologie, experimentelle
2.1 Fragebogen, psychologische
2.2 Dunkelziffer

3 Experiment, psychologisches
3.1 Gruppenzwang
3.2 Impulskontrolle und Belohnungsaufschub

4 Experimentellen Psychologie, Schwächen der
4.1 Unterschied Phantasie und Wirklichkeit
4.2 Rosenthal-Effekt
4.3 Allmacht der Phantasie
4.4 Störvariable

5 Tiefenpsychologie
5.1 Freuds Traumtheorie
5.2 Verwerfung der Traumtheorie
5.3 Verwerfung der Verwerfung

6 Wissen vs. Erfahrung
7 Psychotherapie vs. Beratung
8 Hobbys

Verhältnis von Psychologie und MPU

Die MPU hat irgendetwas mit Psychologie zu tun, allerdings sollte man das Verhältnis von Psychologie und MPU genauer betrachten.

Unterschied zw. experimentelle Psychologie und Tiefenpsychologie

Zunächst einmal ist der neugierige Leser mit einem verwirrenden Umstand konfrontiert. Die Menschheit konnte sich nicht darauf einigen was Psychologie eigentlich ist und wie man psychologisches Wissen überhaupt schaffen sollte. Es gibt daher prinzipiell zwei unterschiedliche Ansätze wie man Psychologie als Wissenschaft betreiben könnte: Experimentelle Psychologie und Tiefenpsychologie. Da beide Herangehensweisen bei der MPU eine Rolle spielen werden sie hier kurz beschrieben.

Experimentelle Psychologie

Die Psychologie, die an der Universität gelehrt wird, ist sehr orientiert an Statistik und dem Experiment (experimentelle bzw. empirische Psychologie). Man spricht auch von einer "naturwissenschafltichen Orientierung der Psychologie" oder Psychometrie. Hier ein paar Beispiel für diesen Ansatz.

Psychologischer Fragebogen
Als der 1.Weltkrieg ausbrach frug man sich in Amerika wie man eine effektive Armee zusammenstellen könne. Es wurden 1,7 Millionen junge Männer eingezogen, bzw. rekrutiert (Rekruten). Woher sollte man nun wissen, welche Verwendung man diesen Soldaten geben sollte? Robert Yerkes konstruierte für diesen Zweck den ersten songenannten "Intelligenztest" (Amry Alpha Test). Wenn heute ein junger Mann Berufssoldat werden will, so muss er sich bei der freiwilligen Annahmestelle der Bundeswehr melden und durchläuft ebenfalls ein Auswahlverfahren, bzw. eine Eignungsprüfung. Es mag sich zum Beispiel herausstellen, dass dieser Mann besonders gut visuelle und akustische Signale unterscheiden kann und er daher als Funker am besten geeignet wäre.

Ebenso könnte eine Art vom "Army Alpha" anstehen, wenn ein Berufstätiger gesundheitsbedingt umschulen muss und der Rententräger die Umschulung finanzieren soll. Die Rentenversicherung will auch erst einmal wissen, ob das Geld sinnvoll investiert ist.

Der Bezug zur MPU liegt auf der Hand. Bei der MPU gibt es psychologische Leistungstests. Man simuliert am Personal Computer Anforderungssituationen, die sich auch dem Kraftfahrer auf der Straße stellen. Man will unter anderem wissen, ob der jahrzehntelange Konsum von Substanzen - Alkohol, Marihuanna usw. - die Leistungsfähigkeit der Person so weit reduziert hat, dass er aus diesem Blickwinkel betrachtet nicht mehr in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher zu führen. Es könnte sich herausstellen, dass die Reaktionszeiten deutlich verzögert sind und er daher die Mindestanforderungen nicht mehr erfüllt. Bei MPU-Kandidaten, die vierzig oder fünfzig Jahre alt sind, können die Testwerte daher etwas darüber berichten wie groß der Schaden ist, den ein jahrzehntelanger Substanzmissbrauch bewirkt hat.

Außerdem gibt es statistische Schätzungen über die Dunkelziffer, bzw. die sogenannte "Dunkelzifferforschung". Zum Beispiel kommen auf eine entdeckte Alkoholfahrt soundsoviel unentdeckte Alkoholfahrten. Der MPU - Kandidaten wird daher bei seiner MPU unter Umständen gefragt, wie oft er unter Einfluss von Alkohol gefahren sei ohne dass dies aktenkundig wurde. Der Gutachter vergleicht diese Angaben dann mit dem sogenannten "Erfahrungswissen". Hier sind die statistischen Schätzungen der experimentellen Psychologie gemeint.

Was daher Psychologische Leistungsstest und die Dunkelziffer-Forschung angeht ist die MPU experimentalpsychologisch orientiert.

Psychologisches Experiment
Wenn das Ergebnis einer Beobachtung unabhängig vom Beobachter ist, dann spricht man in den Naturwissenschaften von einer "objektiven  Beobachtung", bzw. von einer "naturwissenschaftlichen Tatsache". Beispiel: Gleichgültig, wer den Stift fallen lässt, der Stift fällt immer zum Boden. Die Schwerkraft ist eine objektive Beobachtung, bzw. Tatsache.

Analog dazu die naturwissenschaftlich orientierte experimentelle Psychologie. Finden unterschiedliche psychologische Experimentatoren immer dasselbe Ergebnis in ihrem psychologischen Labor, wenn sie das Experiment nach den Vorgaben des Erstautors durchführen (Wiederholungsstudie, Replikationsstudie), dann geht man nach einer Reihe von Wiederholungen davon aus, dass hier tatsächlich ein Effekt gefunden wurde. Das Ergebnis ist unabhängig von dem Beobachter. Es ist eine Tatsache. Als nächstes wird der sogenannte "Konformitäts-Effekt in Gruppen" (Gruppenzwang) und ein Experiment zur "Impulskontrolle" vorgestellt.

Gruppenzwang
Solomon Ash hat ein Experiment erfunden, mit der er im psychologischen Labor untersuchen kann wie sehr sich Erwachsenen von der Meinung anderer Gruppenteilnehmer beeinflussen lassen (Gruppenkonformität, peer presure).

Impulskontrolle und Belohngsaufschub
Walter Mischel hat sich dafür interessiert wie gut Kinder warten können (Impulskontrolle, Belohnungsaufschub) und welche Folgen das für ihren späteren Lebensweg haben könnte. Wir gehen davon aus, dass sich Mischel hier an dem orientiert hat was Sigmund Freud das "Ich" nannte. Der Beitrag von Walter Mischel bestand aber darin, ein dazu passendes Experiment zu erfinden, den Marshmallow Test. Der Test teilt die Kinder in zwei Gruppen auf Mischel erhob dann Daten darüber wie sich diese Kinder im späteren Leben entwickelten (Nachbeobachtungsstudie). Er fand, dass die Kinder, die im Experiment warten konnten, in ihrem späteren Leben sozial und beruflich erfolgreicher waren. Sie konnten besser mit Frustration und Stress umgehen und Versuchungen widerstehen (Korrelationsstatistik).

Bezug zur MPU-Beratung
Es wird hier auch deutlich wie wichtig es ist, wichtige Entscheidungen nicht in Stress- oder Ausnahmesituationen zu treffen, sondern alle Möglichkeiten in ruhiger Umgebung nüchtern abzuwegen. Was ist aber die "ruhige Umgebung"? Am Anfang des Lebens ist die "ruhige Umgebung" die Mutter oder die eigene Familie. Diese Erfahrung wird verinnerlicht und schafft eine innerliche "ruhige Umgebung". Der Erwachsene greift dann in Stress- und Ausnahmesituationen auf diese innere ruhige Umgebung zurück und findet in sich Ruhe, um über bestimmte Dinge nachzudenken. Angesichts des Entzugs der Fahrerlaubnis kann diese innere ruhige Umgebung aber bedroht sein und es fällt einem MPU-Kandidaten manchmal schwer, sie in sich zu finden. So probiert er unter Umständen blind aus, ob er die MPU schafft und ist extrem destablilisert, wenn der Versuch missglückt. Hier wird Handeln an die Stelle von Denken gesetzt. Wenn Handeln aber nicht hilft, dann ist das eine schreckliche Erfahrung.

Schwächen der experimentellen Psychologie


So lehrreich bestimmte psychologische Experimente auch sein mögen, so hat der experimentalpsychologische Ansatz gravierende Schwächen und Grenzen. Zum einen ist es die fehlende inhaltliche Messbarkeit menschlicher Phantasie und zum anderen ist es das Problem, den Unterschied von Phantasie und Wirklichkeit in einer persönlichen zwischenmenschlichen Begegnung zu bestimmen.

1.Fehlende Messbarkeit der Phantasie
Die menschliche Phantasie und das Unbewusste ist nicht messbar. Man kann zwar psychologische Experimente zur Wahrnehmung und zum Gedächtnis durchführen und immer wieder demonstrieren wie subjektiv der Mensch ist. Eine sehr gute Zusammenfassung bietet Inge Seiffge-Krenke, Arbeitsbuch Psychologie, Band 2 und 3. Mit diesen Experimenten hat man aber nicht herausgefunden, welche Phantasien für diese spezielle Art der Subjektivität verantwortlich waren. Man kann nur belegen, dass der Mensch die Dinge nicht unbedingt so sieht wie sie sind und auch nicht unbedingt so erinnert. Insofern ist die menschliche Phantasie nicht messbar.

2.Unterschied von Phantasie und Wirklichkeit
Experimentalpsychologen werden verführt von der Vorstellung man könne psychische Phänome genauso gut messen wie naturwissenschaftliche Phänomene, z.B. die Schwerkraft. Es gibt hier aber zwei Probleme: Bei den beiden oben dargestellten Experimenten ist der Erfinder des Experimentes nicht in Erscheinung getreten. Man befürchtet nämlich, dass die Erwartungen, die der Erfinder des Experimentes an die Versuchpersonen hat, dazu führen könnten, dass sich die Versuchspersonen genau so verhalten wie es der Erfinder des Experimentes erwartet. Dieses Phänomen wurde "Rosenthal Effekt" oder "Versuchsleitereffekt" genannt. Da dieses Phänome die Daten verfälschen würde, sieht man den Erfinder des Experimentes als Störvariable an. Diese sogenannte Störvariable wird dadurch beseitigt, dass der Erfinder des Experimentes das Experiment selbst gar nicht durchführt und stattdessen eine andere Person den Versuch leitet und mit den Versuchpersonen Kontakt hat. Dieser Versuchsleiter darf nicht wissen um was es bei dem Experiment geht.  Er soll "blind" sein und die experimentelle Hypothese nicht kennen (experimentelle Kontrolle von Störvariablen). 

Der Experimentalpsychologe lebt in einer wohl geordnetten aber virtuellen Welt. Er lebt in seinem psychologischen Labor und vermeidet den Kontakt zu Menschen. Man kann sich als Psychologe in der experimentellen Psychologie also aus zwischenmenschlichen Problemen herausnehmen indem man als Erfinder eines psychologischen Experimentes überhaut keinen Kontakt zu seinen Versuchpersonen unterhält. Nur ist das in der Wirklichkeit nicht möglich. Es ist nicht möglich, keinen Kontakt zu anderen Menschen zu haben. So muss z.B. ein Fahreignungsgutachter bei der MPU mit den MPU-Kandidaten sprechen und kann nicht einfach aufgrund der Aktenlage und der Statistik entscheiden. Er hat also ein Problem, dass der Experimentalpsychologe in seinem Labor nicht hat.

Wenn man etwas ausholt, dann könnte man es auch so ausdrücken: In der experimentellen Psychologie findet man ein Diskussion darüber was nun der Einfluss der Person und der Situation auf menschliches Verhalten ist (Person-Situation-Debatte). Es wird hier so getan, als ob man den Unterschied zwischen Person und Situation - oder Person und Umwelt - sicher benennen und feststellen könnte. Hier gibt es aber ein Problem, die sogenannte "Nachgiebigkeit des Objekts gegenüber der Phantasie" (Widerständigkeit des Objekts) oder die "Projektion einer Phantasie in ein Objekt", bzw. die "Allmacht der Phantasie in sozialen Situationen" (Omnipotenz).

Beispiel: Ein Säugling kann unter Umständen seine Mutter dazu bringen, sich im Sinne seiner Phantasie zu verhalten. Er könnte so sehr und immer wieder schreien, dass sich seine Mutter innerlich, bzw. psychisch, von ihm zurückzieht. Unterstellt man dem Säugling ein Phantasieleben, dann wäre damit die Phantasie des Säuglings bestätigt, denn die reale äußere Mutter verhält sich genauso wie die Mutter, die er in seinem Inneren trägt, bzw. die er sich unbewußter Weise vorstellt und phantasiert. Der Unterschied zwischen Phantasie und Wirklichkeit wäre damit aufgehoben, bzw. die Phantasie wurde zur Wirklichkeit (Robert D. Hinshelwood, Wörterbuch, Soziale Realtität).

Auf den ersten Blick kann man das Beispiel mit dem Säugling entkräften indem man sagt, dass ein Säugling keine Phantasieleben habe. Es ist aber gleichgültig auf welches Datum man die Entstehung des Phantasielebens datiert, irgendwann sind solche Interaktionen zwischen einem Kind und seiner Mutter, oder anderen Menschen, möglich. 

Bezug zur MPU
Beispiel: Man könnte sich einen Gutachter denken, der diktatorisch und verfolgend über einen Begutachtungskandidaten zu Gericht sitzt und ihm keine zweite Chance bei der MPU geben möchte, obwohl dieser einiges zu seiner Rehabilitation als Kraftfahrer beigetragen hat. In diesem Fall könnte es rein theoretisch so sein, dass der Begutachtungskandidat selbst es ist, der eine solche Art von Gutachter in sich trägt. Ob dies im Einzelfall zutrifft kann man nicht sagen. Hier wurde nur ein Konzept vorgestellt das veranschaulichen sollte wie schwierig es sein kann, zwischen Phantasie und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Tiefenpsychologie


Um sich dem Phänomen der menschlichen Phantasie zu nähern gibt es auch bis zum heutigen Tage keine andere Möglichkeit als die der Sprache. In der Sprache des Menschen steckt sehr viel verborgene Selbsterkenntnis. Man muss sie allerdings entdecken können. Und hier hat eine lange Reihe von Generationen vor uns eine Vorarbeit geleistet. Menschen haben zu allen Zeiten über Menschen nachgedacht. Überlieferungen zeugen davon. Quellen dieser Vorarbeit sind die:

Freunds Traumtheorie

Freud hat sich an den oben genannten Quellen orientiert. Zum Beispiel hat er recherchiert was man bisher über den Traum dachte und verfasst hatte (Traumtheorien). Er hat diese Traumtheorien zusammengefasst und am Ende seine eigene Traumtheorie  aufgestellt. Er ging davon aus, dass der Mensch im Traum auf eine unverständliche Art und Weise mit sich selbst kommuniziert und sich Wünsche erfüllt. Er macht das aber auf eine Art und Weise, die er selbst nicht verstehen kann (Traumzensur). So entstand sein wichtigstes Werk, die Traumdeutung. Der Traum war für Freud der Königsweg zum Unbewußten.

Verwerfung von Freuds Wunscherfüllungs-Theorie
Nathaniel Kleitmann entdeckte 1953 den REM-Schlaf (Rapide Eyes Movement). Er folgerte, dass REM-Schlaf und Traumschlaf dasselbe seien. Da die REM-Phasen aber im Stammhirn erzeugt werden, eine sehr primitive Hirnstrukur - direkt über dem Rückemark gelegen - konnte diese Hirnstruktur nichts mit so komplexen Dingen wie Wünschen zu tun haben. Von daher war Freuds Wunscherfüllungs-Theorie für die naturwissenschaftlich orientierte Psychologie wiederlegt.

Verwerfung der Verwerfung
Manchmal dreht sich die Wissenschaft im Kreis und so ist es auch im Fall der Traumdeutung von Freud. Mark Solms fiel auf, dass die Schlussfolgerung von Kleitmann falsch ist. REM-Schlaf und Traumschlaf sind nicht dasselbe. Solms leitet eine Abteilung für Neuropsychologie in Kapstadt. Kapstadt ist die zweitgrößte Stadt in Südafrikas. Aufgrund der Konflikte zwischen Schwarzen und Weißen gibt es dort viele Kopfverletzungen. Es werden häufig Patienten mit Kopfschüssen eingeliefert. Die Kugel gelangt manchmal in den Bereich des Stammhirns, der für REM-Schlaf verantwortlich gemacht wird. Diese Patienten dürften nach Kleitmann nicht träumen. Sie träumen aber trotzdem. Sie berichtetn Solms immer wieder, dass sie geträumt hätten. Träumen und REM-Schlaf können daher nicht dasselbe sein.

"Tatsächlich entstehen Träume gar nicht im Stammhirn, sondern im sogenannten Suchsystem. Diese vernetzte Struktur reicht von den höheren Bereichen des Mittelhirns bis hin zu tiefer gelegenen Regionen des Großhirns und ist immer dann aktiv, wenn wir etwas wollen: zum Beispiel Essen, Trinken, Erfolg oder Sex. Im Traum ist das Suchsystem ebenfalls aktiv und das widerspricht nicht der Theorie, dass Menschen in ihren Träumen sich Wünsche auf eine Art und Weise erfüllen die sie selbst nicht verstehen können. Das widerspricht also nicht Freud." (Mark Solms). So gesehen widersprechen die Ergebnisse der experimentellen Forschung nicht den Annahmen, die Freud bereits um 1900 über die Bedeutung von Träumen aufgestellt hatte. (Die Traumdeutung ist auf 1900 datiert.)

Aber nicht nur Freuds Annahmen waren anders. Seine Art und Weise auf Menschen zuzugehen war auch anders. Die naturwissenschaftlich orientierte Ärzte hörten im Grunde ihren Patienten nicht zu und verschrieben Pillen. So ist es noch heute in der biologisch orientierten Psychiatrie. Das Revolutionäre an Freud war, dass er seinen Patienten zuhörte. Er schuf die "Tiefenpsychologie" oder "Psychoanalyse". Dieses "Handwerk" wird an privaten Instituten gelehrt.

Besonders der Bereich der Tiefenpsychologie, der sich mit zwischenmenschlichen Beziehungen befasst (Objektbeziehungstheorie), setzt sich mit dem Frage auseinander wie man in einer zwischenmenschlichen Situation das Problem von Phantasie und Wirklichkeit angehen könnte. Man könnte auch sagen: "Was die experimentelle Psychologie als Störvariable ansieht, und einfach nur loshaben will, - den Rosenthal-Effekt, die Allmacht der Phantasie in sozialen Situationen - ist der Gegenstand der Objektbeziehungstheorie. Letztlich ist es aber immer entscheidend welchen Gebrauch ein Mensch von seinem Wissen und seinem Können macht. Benutzt er es zum Guten oder zum Bösen?

Unterschied zw. Wissen und Erfahrung

In einem MPU-Forum hat ein User geschrieben: "Psychologen haben Ihr Verständnis auch nur aus Büchern, also genügt es Bücher zu lesen, um sich auf die MPU vorzubereiten." Bei der MPU geht es um Selbsterkenntnis. Kann man wirklichk aus Büchern Selbsterkenntnis gewinnen? Das wäre fantastisch, weil dann würden wir im Grunde keinen anderen Menschen brauchen. Wir könnten die Wahrheit über uns selbst selbst herausfinden. Wir glauben, dass das menschliche Gegenüber nicht ersetzbar ist.

Sieht man sich einmal die Ausbildung in (tiefenpsychologisch fundierter) Psychotherapie an, dann ist die eigene Erfahrung, eine Lehranalyse oder eine Laienanalyse, ein unverzichtbarer Bestandteil der Sache. Das bedeutet, dass derjenige, der später als Therapeut seine Dienstleistung anbietet, sehr genau weiß wie es sich auf der anderen Seite anfühlt, schließlich war er selbst Fünfhundert bis Tausend Stunden (fünf bis zehn Jahre) auf der anderen Seite bis er selbständig Behandlungen durchführen darf. Und er bleibt sein Leben lang das "Kind seines Lehranalytikers".

Unterschied zw. Psychotherapie und verkehrspsychologische MPU-Beratung

Bei einer (tiefenpsychologisch fundierten) Psychotherapie wäre das Ziel des gemeinsamen Projektes nicht festgelegt. Es würde auch nicht festgelegt werden wann es beendet sein würde (Krankenkassen genehmigen aber immer nur ein bestimmtes Kontingent an Stunden). Bei einer verkehrspsychologischen MPU-Beratung steht das Ziel fest. Es geht um die MPU und den Wiedererhalt der Fahrerlaubnis. Außerdem ist das Projekt mit dem Wiedererhalt der Fahrerlaubnis beendet. Das ist der Unterschied!

Hobbys
Wandern und Gitarre Audiodatei

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