Diplom-Psychologe Reinhard Barth und die Psychotherapie (vor Psychiatrie)
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Diplom-Psychologe Reinhard Barth Psychotherapie Stuttgart, Projektion und Introjektion Zyklen - Schwierigkeiten

Psychotherapie und Psychologie, sofern sie nicht experimentalpsychologisch orientiert ist, beschäftigen sich mit dem Unsichtbaren, das aber doch da ist.

Was ist Psychotherapie?


Die Frage, was Psychotherapie ist, kann man im Grunde nicht allgemein beantworten. Die Menschheit als Ganzes konnte sich da nicht auf eine Sicht einigen. Verschiedene Gruppen von Menschen haben hier unterschiedliche Gedanken entwickelt. Man könnte einmal zwei Gruppen unterscheiden, die Psychoanalytiker und die Verhaltenstherapeuten.

Psychoanalytiker, kleinianischer
Psychoanalytiker sind Ärzte oder Psychologen, die sich in Psychoanalyse weitergebildet haben. In der Medizin ist die Psychoanalyse im Bereich der "Psychosomatischen Medizin" verortet. Psychoanalytiker glauben, dass menschliches Verhalten durch unbewusste Phantasien bestimmt wird. Die Permanenz menschlichen Verhaltens ist die Folge der Permanenz dieser Phantasien. Die Veränderung des Verhaltens entstehe daher dadurch, dass man die Phantasien des Menschen versteht (Idee). Kleinianische Psychoanalytiker gehen darüber hinaus davon aus, dass Menschen die unbewussten Phantasien über sich selbst in einer ganz bestimmten Art und Weise erleben können (Theorie der inneren Objekte). Sie glauben auch, dass es immer einen Kern von Irrationalität im Menschen geben wird der unveränderbar ist.

Verhaltenstherapeut, kognitiver
Über die Verhaltenstherapie können wir sagen, dass es Verhaltenstherapie ist.

Psychoanalyse


Aus Sicht der Kleinianischen Psychoanalyse spielen Beziehungen eine wichtige Rolle im Leben. Der Mensch ergibt nur einen Sinn durch die Beziehungen, in denen er lebt. Besonders die frühe Mutter-Kind-Beziehung (Objektbeziehung) ist von großer Bedeutung für alle späteren Behziehungen. Beziehungserfahrungen, wie man sie in einer Psychoanalyse machen kann, können das Leben verändern. Der Patient kann sich selbst in einer therapeutischen Beziehung erneut und tiefer kennenlernen.

Was sind die Beziehungserfahrungen, die ein Patient während einer Psychoanalyse sammelt? Die Funktionsfähigkeit des Psychoanalytikers hängt hauptsächlich von seiner Fähigkeit ab, Interpretationen zu geben, eine Entscheidung zu treffen, was er für seine Interpretationen auswählt, um Verstehen zu vermitteln. Das Gefühl des Patienten akzeptiert und umsorgt zu werden hängt größtenteils von dieser Fähigkeit des Psychoanalytikers ab. Die Patienten reagieren aber nicht nur auf die Interpretationen als seien sie Werkzeuge, die ihnen etwas bewusst machen können, sondern sie sehen Sie auch als ein Informationsquelle über die psychische Verfassung, in der sich der Psychoanalytiker befindet.

Vor allem die Fähigkeit, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren und die wichtigsten Aspekte des Gefühlslebens des Patienten auszumachen ist wichtig. Der Patient sieht wie das Gedächtnis des Psychoanalytikers funktioniert, an welche Äußerungen aus vergangenen Stunden er sich erinnert. Die Denkfähigkeit des Psychoanalytikers ist die wichtigste therapeutische Variable.

Die Idee bei der kleinianischen Psychoanalyse (Psychotherapie) besteht darin, dass der Paient die Fähigkeit des Psychoanalytikers verinnerlicht (Introjektion). Er kommt schon mit der Fähigkeit über sich selbst nachzudenken in die Therapie. War es doch seine Mutter, die am Anfang seines Lebens, innere und äußere Situationen in Worte gekleidet hat und er hat sie verinnerlicht (Wilfred Bion). Bestimmte Menschen sind aber deshalb als Patienten anzusehen, weil sie hier einen Mangel aufweisen. Ihr innerer Handlungsraum, in dem sie über sich selbst und andere nachdenken können, ist zu klein. - Man kann Denken als Probehandeln in der Vorstellung auffassen, daher die Wortwahl "innerer Handlungsraum". - Sie neigen dazu zu handeln, während es darum ginge erst einmal zu denken und in der Vorstellung die Dinge zu ordnen.

Hilfreiche Psychotherapie ist eine Wiederholung der ersten Objektbeziehung. Im Idealfall wird eine frühkindliche Objektbeziehung wiederholt, aber auch durch die Deutungen des Psyochanalytikers beleuchtet und dadurch wiederum verändert. Frühkindliche Abwehrmechanismen werden verändert. Der Klient erwirbt vermehrt die Fähigkeit, über sich nachzudenken. Der Klient muss nicht mehr so sehr sein eigenes Denken und Handeln verzerren, wie es bei selbstverliebten und allmächtigen zwischenmenschlichen Beziehungen der Fall ist (Herbert Rosenfeld, 1990, S.40 f., s.a. psychoanalytische Arbeitsgruppe Stuttgart / Tübingen.)

Projektion und Introjektion - Zyklen


Wenn ein Psychoanalytiker die Erfahrung erfasst, von der der Patient spricht, dann wäre er in der Lage zu sagen: "ich weiß, wie Sie sich fühlen". Er sagt das aber nicht, sondern fasst sein Verständnis, insbesondere das unbewusste Erleben und die unbewussten Phantasien des Patienten, in Worte. Wenn die Projektion stärker und verzweifelter ist, ist es für den Psychoanalytiker schwerer zu erkennen was eigentlich projiziert wurde. Dennoch versucht er das, was er empfindet zu ordnen und zu verstehen. Ist ihm dies gelungen, so verändert dies die Erfahrung die der Patient mitzuteilen versucht. Man könnte von der Erfahrung einer psychischen Verdauung sprechen (Money-Kyrle, 1956).

Der Psychoanalytiker fast die Erfahrungen des Patienten zusammen. Er macht sie kommunizierbarer. Der Patient kann nicht so klar sagen, was er mitteilen will, und ist auf die Projektion angewiesen. Der Patient kann aber beurteilen, wenn es Psychoanalytiker gelungen ist, es in Sprache zu übersetzen. Der Verstand des Psychoanalytikers, seine Psyche, verändert den projizierten Inhalt. Die Aufgabe des Psychoanalytikers besteht daher dann darin, diesen Inhalt in "verdauter Form" dem Paienten zurückzugeben, so dass dieser ihn verinnerlichen kann (Introjektion).

Aus der Erfahrung, dass es dem Psychoanalytiker gelungen ist, über diese Erfahrung nachzudenken lernt der Patient indirekt, dass auch er über sein Erleben nachdenken kann. Er gelangt zu der Einsicht, dass er dieses Erleben nicht aus sich selbst herauswerfen muss so als wäre er ein Dampfkessel, der Dampf ablassen muss, sobald es in ihm brodelt - starke Projektion (Robert F. Hinshelwood, Praxis der k. PSA, S.234, Verlag internationale Psychoanalyse Stuttgart).

Schwierigkeiten bei der Psychotherapie: Übertragungsagieren


In der Praxis tauchen Hindernisse auf. Eines dieser Hindernisse ist das sogenannte "Übertragungsagieren". Hier könnte man Gert Postel als extremes Beispiel heranziehen (siehe unten). ...

Psychiatrie


Psychiatrie ist eine medizinische Disziplin, die sich mit psychischen Störungen beschäftigt. Früher gab es die Berufsbezeichnung "Facharzt für Psychiatrie". Der Ausbildungskandidat lernte die Psychiatrie und die Neurologie kennen. Der heutige Facharztitel lautet "Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie". Geht man davon aus, dass Psychiatrie immer die Anwendung von Psychopharmakologie bedeutet (Gabe von Psychopharmaka), dann ist dieser Begriff eigentlich ein Widerspruch in sich selbst. Es muss die klare Entscheidung getroffen werden, ob Psychotherapie oder Psychopharmakologie eingesetzt wird.

Angst vor psychischen Störungen

Es gibt eine Angst vor psychischen Störungen. Es gibt schließlich das geflügelte Wort: "Der, oder die, gehört in die Psychiatrie!" Der Witz ist nur, dass der Stab in dieser Institution - Totale Institution nach Erving Goffman - auch Angst vor psychischen Störungen haben könnte. Die meisten Psychiater ziehen sich auf ihrem Berufsweg innerlich vor ihren Patienten zurück. Diesen innerlichen Rückzug kann man an einer bestimmten Haltung ablesen.

Biologischer Ansatz der Psychiatrie

Viele Psychiater erklären psychischen Störungen biologisch. Sie sagen: "Die Ursache ist ein gestörter Hirnstoffwechsel." Tatsächlich weiß man aber nicht, ob ein gestörter Hirnstoffwechsel die Ursache oder die Folge psychischer Störungen ist. Man findet nur einen statistischen Zusammenhang von gestörtem Hirnstoffwechsel und psychischen Störungen (Korrelation). Ein statistischer Zusammenhang beweist aber keinen kausalen. Es ist unklar was Ursache und was Folge ist. Das ist das Problem der Interpretation von Korrelationskoeffizienten in der Statistik. Es handelt sich lediglich um ein Maß für den Zusammenhang zweier Variablen. Man kann daraus keine Ursache-Wirkung-Aussagen ableiten.

Da aus Sicht der biologischen Psychiater aber der gestörte Hirnstoffwechsel die Ursache ist, müssen sie nur Psychopharmaka verschreiben und die Kontrolle über die Nebenwirkungen behalten. Bestimmte Psychopharmaka können die Leber schädigen, daher muss man sich auch mit dem Blutbild und den Leberwerten des Patienten beschäftigen. Biologische Psychiater ziehen sich dann aber auf diese Aufgabe zurück. Wenn Sie als Leser dieser Website also glauben, Psychiater seien Menschen, die psychisch Kranken zuhören, dann täuschen Sie sich in einem hohen Prozentsatz der Fälle. Psychiater sind oft überzeugte biologische Psychiater. Sie sind Diagnostiker und verschreiben Pillen. Wenn sie sich mit einem psychisch Kranken unterhalten dann geschieht das fast ausschließlich um zu erfahren, ob die verordneten Psychopharmaka wirken und welche Nebenwirkungen aufgetreten sind. Das dauert fünf Minuten!

Für die betroffenen Patienten ist das ein besonders Signal, wenn man ihnen Medikamente verordnet. Sie lesen zwischen den Zeilen und gewinnen den Eindruck, dass sie so verrückt sind, dass niemand es mit ihnen aushalten kann. Alles was man mit ihnen anfangen kann ist, Medikamente in sie hineinzustecken! Das müsste eigentlich die psychische Verfassung des Patienten eher verschlechtern als verbessern.

Parkinson-Krankheit

Abgesehen von dem "Signal" an die Patienten gibt es noch ein anderes Problem. Die langfristige Gabe von Psychopharmaka ist ein Form von Körperverletzung, die mit kurzfristigen kosmetischen Erfolgen im Erleben der Patienten gerechtfertigt wird (Film "Das weiße Rauschen"). Die langfristige Einnahme von Psychopharmaka hat weitreichende Konsequenzen für den Bewegungsapparat eines Menschen, sogenanntes Extrapyramidales Syndrom (EPS) oder extrapyramidale Störungen.

Auf der Straße sieht man ab und zu junge Menschen, oder Menschen mittleren Alters, die sich wie ein Roboter bewegen. Sie zeigen eine allgemeine Bewegungsarmut (Akinese). Ihre Bewegungen sind steif. Ihr Oberkörper ist nach vorne gebeugt. Die Ellenbogen sind angewinkelt (Muskelsteifigkeit). Ihre Hände zittern in Ruhe (Ruhetremor). - Das ganze Erscheinungsbild erinnert an einen alten Mann, nur das die Person deutlich zu jung ist, um sich in dieser Art und Weise zu bewegen. - Das sind Zeichen der Parkinsonerkrankung, die eher nicht umkehrbare Folge langfristiger Einnahme von Psychopharmaka.

"Patientenverwalter"

Es gibt Psychiater die psychische Erkrankungen verwalten.

Gert Postel
Der Hochstapler Gert Postel hatte laut Wikipedia mindestens sechs Anstellungen als Psychiater, obwohl er weder Medizin studiert hat noch sich zum Facharzt für Psychiatrie weitergebildet hat. Ursprünglich hat er als Postbote gearbeitet. Seine "Aktionen" wurden auch durch die deutsche Wiedervereinigung möglich, da er Anstellungen in Ost- und Westdeutschland inne hatte und der Informationsfluss im wiedervereinten Deutschland schlecht funktionierte.

Gert Postel ist extrem davon überzeugt, dass alle Psychiater Hochstapler seien. Sie hätten ihren Beruf aufgrund persönlicher Probleme gewählt. Er räumt als Ausnahme zwei Personen ein. Diese beiden Personen seien aber gut, weil sie als Menschen gut wären. Das habe nichts mit deren Beruf als Psychiater zu tun. Er glaubt bei seinen Anstellungen als Arzt in der Abteilung für Psychiatrie eines Krankenhauses, "Hochstapler unter Hochstaplern" gewesen zu sein, bzw. er sei "ein Betrüger gewesen, der die Betrüger betrogen habe" und müsste daher auch keine Schuldgefühle empfinden. Dass er auch Krankenschwestern betrog, sah er als Kollateralschaden in seinem Bemühen die gesamte Psychiatrie als Betrug zu demaskieren an (Video). Interessanter Weise glaubt Postel, dass es Menschen gäbe die kein Gewissen besäßen.

Pseudologie
Mit diesem lateinischen Begriff ist "krankhaftes Lügen" gemeint. Postel weiß von seiner Diagnose. Als ein Chefarzt ihn frug, worüber er seine Doktorarbeit geschrieben habe, da antwortete er wie aus der Pistole geschossen "Pseudologica Phantastica am literarischen Beispiel der Figur des Felix Krull nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Mann". Das ist aber auch gleichzeitig sein Lebensthema. Hier drückt sich eine Akzeptanz der Wirklichkeit aus. Gleichzeitig lehnt Postel aber seine Diagnose ab. Er diagnostiziert schließlich bei allen Psychiatern, dass sie Betrüger seien und nicht bei sich selbst. Sie leiden daher an einer Krankheit und nicht er selbst. Dass er betrogen hat sei nur notwendig gewesen, um das zu beweisen. Man muss aber beachten, dass Postel es immer wieder versucht hat. Es war ein innerer Zwang. Letztlich führt Postel einen kuriosen Feldzug gegen etwas, was er zugleich selbst ist, gegen einen Betrüger. Seine Geschichte ist wie eine moderne Fassung von Miguel de Cervantes Roman "Don Quichote".

Melanie Klein


Es gibt aber auch Psychiater, die sich weiterbilden und schließlich die Kassenzulassung als "Psychoanalytiker" erhalten. In der kleinianischen Psychoanalyse findet man ein Verständnis des Menschen, das man sonst nirgendwo anders finden kann (Melanie Klein) Institut für Psychoanalyse Stuttgart-Tübingen (ifp-st).

Mehr über Psychotherapie, Psychologen und Heilpraktiker - spezielles Thema Sucht und Suchterkrankungen - finden Sie hier: Psychotherapie Stuttgart, Psychologen.

Unterschiede zwischen MPU-Beratung und Psychoanalyse
MPU-Beratung kann keine Psychonalyse sein. Es gibt mehrere Gründe warum das nicht sein kann. Ein wichtiger Grund ist der, dass wir keine Psychoanalytiker sind. Ein gewisses Verständnis für diesen Bereich kann aber verhindern, dass MPU-Beratung destruktiv für Hilfesuchende wird.

Was Diplom-Psychologe Reinhard Barth aus Stuttgart über Psychotherapie sagt, seine Erfahrung aus Verkehrstherapie. Art der Therapie, Projektion Zyklen


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Inhaltsverzeichnis
1 Was ist Psychotherapie?
1.1 Kleinianische Psychoanalytiker
1.2 Kognitiver Verhaltenstherapeut
2 Psychoanalyse
2.1 Psychoanalytiker
2.2 Idee bei der kleinianischen Psychoanalyse
2.3 Projektion und Introjektion - Zyklen
2.4 Robert Hinshelwood
2.5 Schwierigkeiten bei der Psychotherapie: Übertragungsagieren
3 Psychiatrie
3.1 Angst vor psychischen Störungen
3.2 Biologischer Ansatz
3.3 Parkinson-Krankheit
3.4 Extrapyramidales Syndrom
3.5 Patientenverwalter
3.6 Postel
3.7 Pseudologie
4 Melanie Klein
4.1 Psychoanalyse, kleinianische
5 Unterschiede MPU-Beratung und Psychoanalyse

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