Diplom-Psychologe Reinhard Barth und die Psychotherapie (vor Psychiatrie)
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Was Diplom-Psychologe Reinhard Barth über Psychotherapie sagt Psychotherapie Stuttgart, Projektion und Introjektion Zyklen - Schwierigkeiten bei Übertragungsagieren

Was ist Psychotherapie?


Die Frage, was Psychotherapie ist, kann man im Grunde nicht allgemein beantworten. Verschiedene Gruppen von Menschen haben hier unterschiedliche Gedanken entwickelt. Man könnten sich an der Arbeitsgruppe für Psychotherapie Stuttgart - Tübingen orientieren. Aus Sicht dieser Psychologen spielen Beziehungen eine wichtige Rolle im Leben, besonders die frühe Mutter-Kind-Beziehung (Objektbeziehungstheorie).

Beziehungserfahrungen, wie man sie in einer Psychotherapie machen kann, können das Leben verändern. Zwischenmenschliche Beziehungen können helfen. Der Klient kann sich selbst in einer therapeutischen Beziehung erneut und tiefer kennenlernen.

Die Funktionsfähigkeit des Psychoanalytikers hängt hauptsächlich von seiner Fähigkeit ab, Interpretationen zu geben, eine Entscheidung zu treffen, was er für seine Interpretationen auswählt, um Verstehen zu vermitteln. Das Gefühl des Klienten akzeptiert und umsorgt zu werden hängt größtenteils von dieser Fähigkeit des Psychoanalytikers ab. Die Klienten reagieren aber nicht nur auf die Interpretationen als seien sie Werkzeuge, die ihnen etwas bewusst machen können, sondern sie sehen Sie auch als ein Informationsquelle über die psychische Verfassung, in der sich der Psychoanalytiker befindet.

Vor allem die Fähigkeit, Ruhe und Gelassenheit zu bewahren und die wichtigsten Aspekte des Gefühlslebens des Klienten auszumachen ist wichtig. Der Klient sieht wie das Gedächtnis des Psychoanalytikers funktioniert, an welche Äußerungen aus vergangenen Stunden er sich erinnert. Die Denkfähigkeit des Psychoanalytikers ist die wichtigste therapeutische Variable.

Die Idee bei der Psychotherapie besteht darin, dass der Klient die Fähigkeit des Psychoanalytikers verinnerlicht (Introjektion). Es ist davon auszugehen, dass der Klient schon mit solch einer Beziehung in die Therapie kommt. War es doch seine Mutter, die am Anfang seines Lebens, innere und äußere Situationen in Worte gekleidet hat (Wilfred Bion). So gesehen ist eine Psychotherapie die Wiederholung einer zwischenmenschlichen Beziehung, die am Anfang des Lebens stattfand. Im Idealfall wird eine frühkindliche Objektbeziehung wiederholt, aber auch durch die Deutungen des Psychanalytikers beleuchtet und dadurch wiederum verändert.

Frühkindliche Abwehrmechanismen werden verändert. Der Klient erwirbt vermehrt die Fähigkeit, über sich nachzudenken. Der Klient muss nicht mehr so sehr sein eigenes Denken und Handeln verzerren, wie es bei selbstverliebten und allmächtigen zwischenmenschlichen Beziehungen der Fall ist (Herbert Rosenfeld, 1990, S.40 f., s.a. psychoanalytische Arbeitsgruppe Stuttgart / Tübingen.)

Projektion und Introjektion - Zyklen


Wenn ein Psychoanalytiker die Erfahrung erfasst, von der der Klient spricht, dann wäre er in der Lage zu sagen: "ich weiß, wie Sie sich fühlen". Er sagt das aber nicht, sondern fasst sein Verständnis, insbesondere das unbewusste Erleben und die unbewussten Phantasien des Klienten, in Worte. Wenn die Projektion stärker und verzweifelter ist, ist es für den Psychoanalytiker schwerer zu erkennen was eigentlich projiziert wurde. Dennoch versucht er das, was er empfindet zu ordnen und zu verstehen. Ist ihm dies gelungen, so verändert dies die Erfahrung die der Klient mitzuteilen versucht. Man könnte von der Erfahrung einer psychischen Verdauung sprechen (Money-Kyrle, 1956).

Der Psychoanalytiker fast die Erfahrungen des Klienten zusammen. Er macht sie kommunizierbarer. Der Klient kann nicht so klar sagen, was er mitteilen will, und ist auf die Projektion angewiesen. Der Klient kann aber beurteilen, wenn es Psychoanalytiker gelungen ist, es in Sprache zu übersetzen. Der Verstand des Psychoanalytikers, seine Psyche, verändert den projizierten Inhalt. Die Aufgabe des Psychoanalytikers besteht dann darin, diesen Inhalt in "verdauter Form" dem Klienten zurückzugeben, so dass dieser ihn verinnerlichen kann (Introjektion).

Aus der Erfahrung, dass es dem Psychoanalytiker gelungen ist, über diese Erfahrung nachzudenken lernt der Klient indirekt, dass auch er über sein Erleben nachdenken kann. Er gelangt zu der Einsicht, dass er dieses Erleben nicht aus sich selbst herauswerfen muss so als wäre er ein Dampfkessel, der Dampf ablassen muss, sobald es in ihm brodelt - starke Projektion (Robert F. Hinshelwood, Praxis der k. PSA, S.234, Verlag internationale Psychoanalyse Stuttgart).

Schwierigkeiten bei der Psychotherapie: Übertragungsagieren


Doch dann tauchen Schwierigkeiten auf, sogenanntes Übertragungsagieren. Hier beginnt dann die Realität der Psychotherapie.

Psychiatrie


Psychiatrie ist eine medizinische Disziplin, die sich mit psychischen Störungen beschäftigt. Früher gab es die Berufsbezeichnung "Facharzt für Psychiatrie". Der Ausbildungskandidat lernte die Psychiatrie und die Neurologie kennen. Der heutige Facharztitel lautet "Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie". Geht man davon aus, dass Psychiatrie immer die Anwendung von Psychopharmakologie bedeutet (Gabe von Psychopharmaka), dann ist dieser Begriff eigentlich ein Widerspruch in sich selbst. Es muss die klare Entscheidung getroffen werden, ob Psychotherapie oder Psychopharmakologie eingesetzt wird.

Angst vor psychischen Störungen

Es gibt eine Angst vor psychischen Störungen. Es gibt schließlich das geflügelte Wort: "Der, oder die, gehört in die Psychiatrie!" Der Witz ist nur, dass der Stab in dieser Institution - Totale Institution nach Erving Goffman - auch Angst vor psychischen Störungen haben könnte. Die meisten Psychiater ziehen sich auf ihrem Berufsweg innerlich vor ihren Patienten zurück. Diesen innerlichen Rückzug kann man an einer bestimmten Haltung ablesen.

Biologische Psychiatrie

Viele Psychiater erklären psychischen Störungen biologisch. Sie sagen: "Die Ursache ist ein gestörter Hirnstoffwechsel." Tatsächlich weiß man aber nicht, ob ein gestörter Hirnstoffwechsel die Ursache oder die Folge psychischer Störungen ist. Man findet nur einen statistischen Zusammenhang von gestörtem Hirnstoffwechsel und psychischen Störungen (Korrelation). Ein statistischer Zusammenhang beweist aber keinen kausalen. Es ist unklar was Ursache und was Folge ist. Das ist das Problem der Interpretation von Korrelationskoeffizienten in der Statistik. Es handelt sich lediglich um ein Maß für den Zusammenhang zweier Variablen. Man kann daraus keine Ursache-Wirkungs-Aussagen ableiten.

Da aus Sicht der biologischen Psychiater aber der gestörte Hirnstoffwechsel die Ursache ist, müssen sie nur Psychopharmaka verschreiben und die Kontrolle über die Nebenwirkungen behalten. Bestimmte Psychopharmaka können die Leber schädigen, daher muss man sich auch mit dem Blutbild und den Leberwerten des Patienten beschäftigen. Biologische Psychiater ziehen sich dann aber auf diese Aufgabe zurück. Wenn Sie als Leser dieser Website also glauben, Psychiater seien Menschen, die psychisch Kranken zuhören, dann täuschen Sie sich in einem hohen Prozentsatz der Fälle. Psychiater sind oft überzeugte biologische Psychiater. Sie sind Diagnostiker und "Pillenverschreiber". Wenn sie sich mit einem psychisch Kranken unterhalten dann geschieht das fast ausschließlich um zu erfahren, ob die verordneten Psychopharmaka wirken und welche Nebenwirkungen aufgetreten sind. Das dauert fünf Minuten!

Für die betroffenen Patienten ist das ein besonders Signal, wenn man ihnen Medikamente verordnet. Sie lesen zwischen den Zeilen und gewinnen den Eindruck, dass sie so verrückt sind, dass niemand es mit ihnen aushalten kann. Alles was man mit ihnen anfangen kann, ist, Medikamente in sie hineinzustecken! Das müsste eigentlich die psychische Verfassung des Patienten eher verschlechtern als verbessern.

Parkinson-Krankheit

Abgesehen von dem "Signal" an die Patienten gibt es noch ein anderes Problem. Die langfristige Gabe von Psychopharmaka ist ein Form von Körperverletzung, die mit kurzfristigen kosmetischen Erfolgen im Erleben der Patienten gerechtfertigt wird (Film "Das weiße Rauschen"). Die langfristige Einnahme von Psychopharmaka hat weitreichende Konsequenzen für den Bewegungsapparat eines Menschen, sogenanntes Extrapyramidales Syndrom (EPS) oder extrapyramidale Störungen.

Auf der Straße sieht man ab und zu junge Menschen, oder Menschen mittleren Alters, die sich wie ein Roboter bewegen. Sie zeigen eine allgemeine Bewegungsarmut (Akinese). Ihre Bewegungen sind steif. Ihr Oberkörper ist nach vorne gebeugt. Die Ellenbogen sind angewinkelt (Muskelsteifigkeit). Ihre Hände zittern in Ruhe (Ruhetremor). - Das ganze Erscheinungsbild erinnert an einen alten Mann, nur das die Person deutlich zu jung ist, um sich in dieser Art und Weise zu bewegen. - Das sind Zeichen der Parkinsonerkrankung, die eher nicht umkehrbare Folge langfristiger Einnahme von Psychopharmaka.

"Patientenverwalter" ohne geschulte Menschenkenntnis

Die meisten Psychiater interessieren sich nicht für die Komplexität zwischenmenschlicher Beziehungen. Sie sind "Patientenverwalter". Sie kümmern sich darum, dass die Betten ihrer Station belegt sind. Eine voll belegte Station ist Geld.

Melanie Klein


Seltenheitswert haben Psychiater, die sich tatsächlich weiterbilden und schließlich die Kassenzulassung als "Psychoanalytiker" erhalten. In der kleinianischen Psychoanalyse findet man ein Verständnis des Menschen, das man sonst nirgendwo anders finden kann (Melanie Klein). Wenn Sie daher von sich glauben, dass Sie ein schweres psychisches Problemen haben, dann sollten Sie sich in an folgende Adresse (Die besten Psychotherapeuten in Stuttgart bei schweren psych. Problemen) wenden, um eine Psychotherapie zu erhalten (Institut für Psychoanalyse Stuttgart-Tübingen).

Mehr über Psychotherapie, Psychologen und Heilpraktiker - spezielles Thema Sucht und Suchterkrankungen - finden Sie hier: Psychotherapie Stuttgart, Psychologen.


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