MPU-Erfolg Zahlen: Prozentsatz, Rückfallquote, Erläuterungen - MPU Erfolgsbilanz
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Klienten Vorbereitung - Berater, Gutachter Verkehrstherapie - MPU Erfolgsbilanz - Zahlen aus einer Fachzeitschrift über den MPU-Erfolg

Erfolgsbilanz


Prozentsatz positiver MPUs


Über 90 % der Klienten haben bei der hier angebotenen Maßnahme eine positive MPU.

Von den letzten 133 Klienten hatten 120 eine positive MPU. Das sind 90,23 Prozent. Im Detail ist es so:

Legalbewährung nach positiver MPU (Teil 1)


Mindestens ebenso wichtig wie eine positive MPU ist aber der Erhalt der Fahrerlaubnis nach positiver MPU. Es gilt der Bestimmungssatz: "Je häufiger ein Kraftfahrer wegen Trunkenheit am Steuer vorbestraft ist, desto höher ist bei ihm die Rückfallwahrscheinlichkeit." (Beurteilungskriterien für Fahreignung, 3.Auflage, S. 28).

Legalbewährung ist ein Begriff des Strafrechts. Sie ist gegeben, wenn nach einer erfolgten Strafe keine neuen Straftaten begangen werden. Mit Hilfe des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hat der BNV die Legalbewährung von 700 Klienten überprüft. Diese Klienten haben eine Verkehrstherapie bei einem Verbandsmitglied absolviert. Im Zeitraum von drei Jahren haben nur 3,3 % der Klienten (23 Personen) erneut Verkehrsverstöße begangen, die zu einem Entzug der Fahrerlaubnis geführt haben. - Klicken Sie bitte auf die Tabelle, um sie in Originalgröße darzustellen!

Anklicken, um Tabelle in ORIGINALGRÖSSE anzuzeigen: Rueckfallquoten in Blutalkohol - Meyer, Verkehrs-Intervention in Deutschland

Erläuterungen


Die Erfolgsbilanz ist in der Fachzeitschrift "BLUTALKOHOL" veröffentlicht worden (Wer ist "BLUTALKOHOL"? B.A.D.S. - Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr)

Legalbewährung nach positiver MPU (Teil 2)


Nach drei Jahren
Ab 1980 hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) eine Studie in Auftrag gegeben. Damals wurden von den positiv beurteilten MPU-Absolventen innerhalb von drei Jahren 18,8 Prozent erneut auffällig. Personen, die sich keine verkehrspsychologische Unterstützung gesucht haben und erst nach der zweiten MPU ein positives Gutachten erhalten hatten, wurden in drei Jahren zu 21,2 Prozent erneut auffällig.

Nach zehn Jahren
Wird der Beobachtungszeitraum auf zehn Jahre ausgedehnt, dann wird jeder dritte Alkoholfahrer nach einer positiven MPU erneut rückfällig (Wolfgang Jacobshagen (1996): ALKOEVA und kein Ende? Blutalkohol - B.A.D.S. 33, S.257-266.) Das sind 33 Prozent.

Über die gesamte Lebensspanne
Von den Alkoholstraftätern (Alkohol und Alkohol sind zweierlei), die eine Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille und mehr erreicht haben, fallen rund 50 Prozent wieder auf (BASt/.../die _mpu.html).

Punktetäter

Die MPU scheint bei Punkten weniger wirksam zu sein wie bei Alkohol- und Drogen.

Eine BASt-Studie (Simone Klipp 2013) besagt, dass innerhalb von drei Jahren die sogenannten "Punktetäter" zu 73,7 % erneut auffallen, während "Alkoholtäter" zu 34,4 % und "Drogentäter" zu 39,9 % wieder auffallen. "Punktetäter" verursachen auch doppelt so viele selbstverschuldete Unfälle (8,8 %) im Vergleich zur Alkoholgruppe (4,1 %) und der Drogengruppe (4,6 %).

Entgegen der von Betroffenen häufig geäußerten Meinung ist die Punkte-MPU schwieriger, da man nicht wie bei Alkohol oder Drogen eine Abstinenz nachweisen kann. Der Nachweis einer Veränderung ist schwerer erbracht. Bei Punkten empfiehlt es sich daher in jedem Fall, sich an einem Verkehrspsychologen zu wenden.

Wann gibt es welche Punkte (mehr: Punkte nach dem FES)?

Das Denken: Hauptsache positive MPU
Die Idee: "Hauptsache positive MPU! Was danach kommt ist egal!" ist besonders bei Punktetätern fatal. Das zeigt das folgende Zitat:

"Nicht zuletzt hat auch die Rechtsprechung den Rückfalltäter im besonderen Fokus: Wenn ein Kraftfahrer bereits das gesamte Instrumentarium des Punktesystems einmal durchlaufen hat und nach einer positiven Fahreignungs-begutachtung wiederholt durch erneute Verkehrsverstöße rückfällig wird, dann braucht die Behörde nicht noch einmal einen Punktestand von 8 Punkten (früher 18 Punkten) abzuwarten, sondern kann ihm bereits viel früher die Fahrerlaubnis entziehen (OVG Münster, Beschl. v. 29.6.11 - 12B212/11).

Der zitierte Aufsatz ist ebenfalls zu finden in der Zeitschrift für Verkehrssicherheit 4/2013: Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung - Beurteilungskriterien - Änderungen und Weiterentwicklungen in der 3.Auflage.

Vorteile der Vorbereitung auf die Medizinisch Psychologische Untersuchung


Man kann hier die Statistik heranziehen. Personen, die sich nicht auf Ihre MPU vorbereiten, bekommen große Schwierigkeiten. Nur 37,1 % schaffen eine positive MPU im ersten Anlauf. Personen, die sich frühzeitig mit Informationen versorgt haben und an einer Beratungsmaßnahme teilgenommen haben, haben eine Erfolgsquote von 81 %. Der Erfolg lässt sich also von 37,1 auf 81 % steigern (BASt-Bericht M 226, Rehabilitationsverlauf verkehrsauffälliger Kraftfahrer).

MPU-Foren und verallgemeinerndes Denken


Auf sogenannten MPU-Foren geben Betroffene, die bei einer Begutachtung waren, vermeintliche Erkenntnisse über diese Begutachtung weiter. Die dort weitergegebenen Einsichten haben fast alle eines gemeinsam: Sie bewegen sich auf einer hohen Abstraktionsstufe. Von diesem Abstraktionsniveau aus wird auf vermeintliche Gesetze über die Begutachtung der Fahreignung geschlossen. Eines dieser Gesetze lautet: "Bei der ersten Begutachtung fallen sowieso alle durch!" Dieses Gesetz passt nicht zum BASt-Bericht M 226, s.o.. Hier wird gesagt, dass 37,1 % beim ersten Anlauf erfolgreich sind.

Auch die Ratschlägen, die man auf MPU-Foren erhalten kann, bewegen sich auf einem sehr hohen Abstraktionsniveau. Es wird so getan, als ob es nur eine Art von Menschen geben würde. Für diesen virtuellen Menschen wird dann definiert was die richtigen Aussagen und Sätze sind, um ein positives Gutachten zu erhalten. Ein Beispiel: "Es muss immer ein Partnerschaftsproblem bestanden haben, das mit Hilfe von Substanzen Missbrauch "gelöst" wurde." Das ist ein erstaunlicher Allwissenheitsanspruch und geht an der Wirklichkeit vorbei.

Die MPU ist eine zweite Chance für den Kraftfahrer. Man könnte einfach aufgrund der Aktenlage entscheiden und aufgrund von Statistiken. Es gibt aber ein persönliches Gespräch mit einem Verkehrsmediziner und einem Verkehrspsychologen. Die Beurteilungskriterien für Fahreignung, die für den Gutachter verpflichtend sind, bewegen sich zu einem großen Prozentsatz auf einem deutlich niedrigeren Abstraktionsniveau und sind viel konkreter als die Überlegungen in MPU-Foren. Sie sind näher an der praktischen Lebenswirklichkeit der Betroffenen. Begutachtung für Fahreignung ist eine individuelle und persönliche Angelegenheit. Und genau das ist das Problem für bestimmte MPU-Kandidaten.

Die Mythen über die MPU (kollektive Vorstellungen über die Fahreignungsbegutachtung) kann man als voreiliges Denken auf einem hohen Abstraktionsniveau verstehen.

Was benötigt man für eine positive MPU?


Für eine positive MPU benötigt man drei Dinge: Zeit, Geld und Nerven.

Zeit

Die Stunden beim Verkehrspsychologen müssen besucht werden. Das ist neben Beruf und Familie zu bewältigen.

Geld

Nerven

Die verkehrspsychologische Therapie ist auch eine psychische Belastung!

Bei der Abschätzung des Aufwandes gilt: Lange Vorgeschichte - viel Vorbereitung, kurze Vorgeschichte - kurze Vorbereitung. Man muss daher berücksichtigen, ob es um eine verfestigte Verhaltensgewohnheit geht, oder ob jemand nur für kurze Zeit in einer bestimmten Art und Weise gelebt hat.

Der Klient ist manchmal das Problem

Manchmal erweist sich der Klient selbst als das größte Problem an der MPU. Das ist dann der Fall, wenn er das ganze Ausmaß zum Beispiel seines Substanzen Missbrauchs nicht wahrhaben will und Teile seiner Konsumvorgeschichte verschweigt. Bei der MPU kommt es dann doch heraus und die Begutachtung ist negativ.

Ein Beispiel: Ein Klient, der fünfzehn Jahre lang am Wochenende eine bestimmte Substanz konsumiert hat, verschweigt davon zehn Jahre und gibt bei der ersten Vorbereitung auf die MPU nur fünf Jahre zu. Der Gutachter in der MPU glaubt dem Klienten aber nicht und lässt sich den Therapiebericht der Suchtklinik kommen, die der Klient aufgesucht hatte. In diesem Bericht ist von fünfzehn Jahren die Rede. Somit gibt es einen Widerspruch zwischen Aktenlage und Aussagen des Klienten. Das Gutachten ist negativ. Es ist also ein zweiter Anlauf erforderlich.

Der Klient scheitert in diesem Fall, an einer bestimmten Art zu denken. Er glaubt, wenn er etwas verschweigt, dann hat es irgendwie auch nicht stattgefunden. Es gibt den Mythos, dass alle MPU-Kandidaten bei der ersten MPU durchfallen müssen. Plausibler ist es, dass sie an einer solchen Art zu denken scheitern.

Äußere und innere Erfolgsfaktoren

Man könnte es auch so ausdrücken: Es gibt äußere und innere Faktoren, die für das Gelingen der MPU-Vorbereitung eine Rolle spielen.

Bei den inneren Faktoren ist entscheidend, wie gut der Betroffene die Wahrheit über sich selbst ertragen kann. Der Begriff "Fähigkeit zur Selbstreflexion" gibt nur sehr unvollständig wieder was hier gemeint ist.

Außerdem ist es hilfreich, wenn der Betroffene die Fähigkeit hat über sein eigenes Erleben gemeinsam mit einer anderen Person nachzudenken. Er sollte konstruktiv mit einem Berater, wer immer das ist, zusammenzuarbeiten können.

Bei den äußeren Faktoren ist der reale äußere Berater entscheidend. Es gibt hier große Unterschiede (Verbraucherschutz).

Prinzipiell ist die MPU eine zweite Chance für Kraftfahrer. Menschen unterscheiden sich sehr in ihrer Fähigkeit, diese Chance für sich nutzbar zu machen.

MPU-Vorbereitung und Denken


Man kann zwischen echtem Denken und Pseudodenken unterscheiden. Es gibt viele Möglichkeiten vor der Aufgabe, die in einer solchen Begutachtung steckt, zu flüchten.

Selbstreflexion

Als MPU-Kandidat sollte man lernen, die schlechten Seiten an sich selbst zu sehen und mit diesen Seiten zu leben. Die Vorbereitung auf die MPU soll das Bewusstsein des Klienten fördern. Der Fahreignungsgutachter will wissen wie gut der MPU-Kandidat sich selbst, und besonders seine negativen Seiten, kennt. Ein Gutachter könnte sich fragen: "Wieso soll ich einem Menschen die Fahrerlaubnis anvertrauen, der das in ihn gesetzte Vertrauen enttäuscht hat und dennoch nicht bereit ist, von seinen negativen Seiten Kenntnis zu erlangen?"

Manchmal bereuen Klienten ihre Tat sehr, können aber über die Gründe für ihr damaliges Verhalten wenig sagen. Das spricht nicht für eine Verarbeitung der Problematik, die zum Entzug der Fahrerlaubnis geführt hat.

Schauspielunterricht

Der Wunsch nach sofortiger Ungeschehenmachung und sofortiger Wiederherstellung ist groß, aber ein Training auf einen kurzfristigen Erfolg bei der MPU ist wertlos. Das ist die Erfahrung aus den Lebensläufen, die man bei MPU Kandidaten beobachtet. Je häufiger ein Mensch mit der MPU konfrontiert war, desto wahrscheinlich ist es, dass sich die Geschichte wiederholt. Es gibt geradezu MPU-Lebensläufe!

Der Nachweis von Stunden bei einem Verkehrspsychologen wird auch deshalb so hoch bewertet, weil man daran ablesen kann, dass der Klient eine Veränderung will und bereit ist, über sich selbst nachzudenken. Allerdings trifft der Schluss eben nicht zwangsläufig zu. Die Vorbereitung kann zu einem Schauspielunterricht entarten. Es ist daher die Betrachtung durch eine weitere unabhängige Person notwendig. Das Gutachten kann man als eine Qualitätskontrolle der Rehabilitation als Kraftfahrer ansehen. Es ist eine Art "Authentizitätsüberprüfung" oder "Echtheitskontrolle".

Die Frage bleibt natürlich bestehen, warum sich bestimmte Menschen einen Schauspielunterricht für Ihre Vorbereitung auf die MPU heraussuchen und andere einen Verkehrspsychologen (mehr: Schwierigkeiten bei der Psychotherapie, Ausleben der Übertragung).
Fachzeitschrift Zahlen und MPU Erfolg - Fachpsychologe für Verkehrspsychologie BDP

MPU-Spezialisten
Die Verlockung ist groß, nach einer allwissenden Person Ausschau zu halten, die verspricht, dass man Psychologen "austricksen" kann. Der MPU-Kandidat unterwirft sich äußerlich dieser Person und lernt blind bestimmte Botschaften auswendig. Er will nur wissen "was man da sagt". Es ist völlig gleichgültig, ob das wahr ist oder nicht. Der Wert, den die Wahrheit darstellt, wird in diesem Fall als sehr gering eingeschätzt. Es ist naheliegend, dass diese Herangehensweise nicht wirklich zu einem Erfolg führen kann.

Garantien
Sogenannte "Garantieangebote" sind deshalb so häufig, und deshalb so ein Problem, weil der Bequemlichkeit des Menschen entgegengekommen wird. Die Botschaft lautet: "Wir denken für Sie!" Der Klient sitzt dann oft innerlich lächelnd und gedankenleer in seiner Beratungsstunde. Er sieht keinen Grund, wirklich zu arbeiten. Ihm wurde schließlich garantiert, dass alles glatt läuft. Ein MPU-Berater kann die Veränderung aber nicht für den Klienten bewerkstelligen.

MPU-Bücher
Bei MPU-Büchern kommt aber darauf an zu welchem Zweck sie benutzt werden. Bücher helfen nicht weiter, wenn sie als Ersatz für etwas genommen werden, dass man nicht ersetzen kann.


Verantwortung und Fahreignung

Das zentrale Thema bei der MPU ist Verantwortung! Wenn man die Sache entwicklungspsychologisch betrachtet, dann ist es verständlich das man als MPU-Kandidat eine Person sucht, die für einen das Problem löst. Es ist wie bei einem kleinen Kind. Wenn ein kleines Kind sein Spielzeug zerstört hat, dann geht es zu seiner Mutter und bittet sie, das Spielzeug zu reparieren. Das Kind ist nicht reif genug, um Verantwortung für sein Tun zu übernehmen. Außerdem hat es den Wunsch, dass es eine Person gibt, die all seine Destruktivität ungeschehen machen kann.

MPU-Berater, die ihre Klienten an die Hand nehmen und versprechen, sie durch die MPU zu führen, bieten sich als eine solche Mutter an. Das ist menschlich verständlich. Nur spricht das nicht für die Fahreignung einer Person, wenn sie nicht bereit ist die Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen. Wieso sollte ein Mensch, der sich immer dann hinter seinem MPU-Berater versteckt, wenn es um seine Verantwortung geht, geeignet sein, verantwortungsvoll ein Fahrzeug zu führen?

Es wirkt so, als hätten sich bestimmte Anbieter in der MPU-Branche auf die selbst gewählte Unmündigkeit ihrer Klienten spezialisiert. Immanuel Kant, ein deutscher Philosoph der Aufklärung, hat sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt. Er sagt: "Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum es anderen so leicht wird, ... sich zu Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem faul zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann."

Quelle: Immanuel Kant, Berlinische Monatsschrift. Dezember-Heft 1784. S.481 - 494. Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?

Kant wünscht sich einen aufgeklärten Schüler (Zeitalter der Aufklärung). Er sagt zu seinen Schülern, dass Sie den Mut haben sollen, sich ihres Verstandes zu bedienen. "Der Schüler soll nicht Gedanken, sondern denken lernen; man soll ihn nicht tragen, sondern leiten, wenn man will, dass er in Zukunft von sich selbst zu gehen geschickt sein soll."

Intrinsische Motivation

Zusammenfassend kann man sagen: Es ist wichtig, dass der Betroffene selbst die Veränderung will. Auch der beste MPU-Berater ist hilflos, wenn der Betroffene selbst keine Veränderung will (Norbert Dworaczyk).

Ein Schaden bleibt

Der Führerschein, der ausgehändigt wird, trägt nicht das ursprüngliche Datum der Ersterteilung, sondern das Datum der Neuerteilung. Wenn eine Person x Jahre keine Fahrerlaubnis hatte, so entfällt für diesen Zeitraum der Schadensfreiheitsrabatt. Die Versicherungskosten sind höher im Vergleich zu einer Person, die nicht x Jahre lang keinen Führerschein hatte.

Es ist übrigens nicht so, dass man nach einem Entzug der Fahrerlaubnis für den Zeitraum von zwei Jahren erneut den Führerschein bei einer Fahrschule absolvieren muss. Diese Regelung wurde mit der 4.ÄnderungsVO zum 30.10.2008 aufgehoben. Heute ist nur in dem Fall eine erneute Fahrerlaubnisprüfung erforderlich, wenn Tatsachen vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass der Bewerber die nach § 16 Abs. 1 und § 17 Abs.1 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht besitzt.


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